Wissenschaftler entdecken neue Verwendung für Kaffeesatz

Geschrieben von Olivia Rosenberg

3 Wochen vor

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17/05/2024
Wissenschaft
Foto: Shutterstock.com
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Umweltfreundlicher Beton dank Kaffeesatz.

Wissenschaftler in Australien haben eine innovative Methode entdeckt, um Kaffeesatz sinnvoll zu nutzen. Jährlich fallen weltweit etwa 10 Milliarden Kilogramm Kaffeesatz an, der meist auf Deponien landet und dabei große Mengen an Treibhausgasen freisetzt. 

Durch die Verarbeitung von Kaffeesatz zu Biochar und dessen Zugabe zu Beton kann dieser um 30 Prozent stärker gemacht werden, was gleich mehrere Umweltprobleme lösen könnte, so ScienceAlert.

Das Team der RMIT University unter der Leitung von Rajeev Roychand hat herausgefunden, dass der Einsatz von Biochar aus Kaffeesatz die Umweltbelastung durch organische Abfälle und den Bedarf an natürlichem Sand im Bauwesen reduzieren kann. 

Bei der Pyrolyse wird der Kaffeesatz bei über 350 °C ohne Sauerstoff erhitzt, wodurch ein poröser, kohlenstoffreicher Biochar entsteht, der sich gut in die Zementmatrix einfügt. 

Diese Methode verhindert das Auslaufen von Chemikalien, die den Beton schwächen könnten.

Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen, aber die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. 

Das Team arbeitet nun daran, die Langzeitbeständigkeit des mit Biochar angereicherten Betons zu testen, einschließlich seiner Leistung bei Frost-Tau-Zyklen, Wasseraufnahme und Abrieb. 

Zusätzlich untersuchen sie die Möglichkeit, Biochar aus anderen organischen Abfällen wie Holz, Lebensmittelresten und landwirtschaftlichen Abfällen herzustellen.

Diese Entdeckung bietet eine innovative Lösung für mehrere Umweltprobleme und zeigt, wie Abfallprodukte in nützliche Materialien umgewandelt werden können. 

Der Einsatz von Kaffeesatz im Bauwesen könnte nicht nur die Menge an organischem Abfall reduzieren, sondern auch den Einsatz von Ressourcen im Bauwesen nachhaltiger gestalten.