Sicherheitsbedenken zwingen Andrew, sich in einem rechtlichen Showdown seinem Ankläger zu stellen.
Londoner Richter bereiten sich darauf vor, am Mittwoch einen Strafprozess wegen angeblicher Belästigung gegen ein ehemaliges Mitglied der königlichen Familie zu eröffnen.
Das Verfahren gegen Alex Jenkinson soll am 29. Juli beginnen, wobei eine Aussage von Andrew Mountbatten-Windsor erwartet wird. Justizbeamte erteilten dem ehemaligen Herzog von York die Erlaubnis, seine Erklärungen über eine sichere Videoverbindung abzugeben, anstatt persönlich zu erscheinen.
Laut Express wird Jenkinson in zwei separaten Anklagepunkten vorgeworfen, bedrohende, beleidigende oder beschimpfende Worte oder Verhaltensweisen verwendet zu haben, die darauf abzielten, Not, Belästigung oder Beunruhigung zu verursachen. Die Anklagepunkte resultieren aus einer Konfrontation, die sich angeblich im Mai ereignete, als Mountbatten-Windsor seine Hunde in der Nähe seiner Residenz auf der Marsh Farm auf dem Sandringham Estate ausführte. Berichten zufolge wurde er während des gesamten Vorfalls von einem privaten Sicherheitsbeamten begleitet.
Rechtliche Präzedenzfälle und Verteidigungsleugnung
Bei Vorverhandlungen vor dem Westminster Magistrates‘ Court plädierte Jenkinson über eine Fernverbindung formell auf nicht schuldig in beiden Anklagepunkten. Vertreter der Verteidigung beteuern, dass während der Interaktion im Mai kein rechtswidriges Verhalten stattgefunden habe.
Gesetzliche Schutzbestimmungen erlauben Zeugen, Aussagen aus der Ferne unter spezifischem richterlichem Ermessen zu machen. Gerichtszeitpläne deuten darauf hin, dass Mountbatten-Windsor sich ausschließlich zur Abgabe seiner Erklärung zuschalten wird, bevor die Richter mit den verbleibenden Zeugenbefragungen und der Beweisprüfung fortfahren.
Hintergrund des Verfahrens
Die öffentliche Sichtbarkeit des ehemaligen Royals ist seit seinem Rücktritt von öffentlichen Aufgaben im Jahr 2019 und dem anschließenden Verlust seiner ehrenamtlichen Militärtitel, königlichen Schirmherrschaften und der Residenz Royal Lodge in Windsor inmitten der Jeffrey-Epstein-Skandale außergewöhnlich begrenzt geblieben. Mountbatten-Windsor hat bezüglich dieser früheren Anschuldigungen stets jegliches Fehlverhalten bestritten.
Strafverfolgungsbehörden führten Anfang dieses Jahres separat ein Verhör unter Belehrung mit ihm durch, wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt. Die Behörden ließen ihn am selben Tag bis zur weiteren Untersuchung frei, und Polizeivertreter bestätigen, dass die umfassendere Untersuchung aktiv und fortlaufend ist.