Dem Schützen gelang die Flucht vom Tatort.
Andrey Cherezov, Leiter eines russischen UAV-Unternehmens, bekannt als das Russische Labor für Lufttransport, kehrte spät in der Nacht nach Hause zurück und fand einen Attentäter, der im Dunkeln nahe seiner Wohnungstür lauerte.
Bevor der Manager reagieren oder sich in Sicherheit bringen konnte, feuerte der Schütze drei Schüsse aus nächster Nähe ab.
Der Angreifer verschwand sofort. Als Cherezovs Frau die plötzlichen Schüsse aus ihrer Wohnung hörte, eilte sie hinaus und entdeckte ihren Mann blutüberströmt im Flur liegen.
Das Nachrichtenportal Astra und der Telegram-Kanal 112 berichteten am 29. Juli über den Vorfall. Rettungskräfte brachten Cherezov umgehend in ein örtliches Krankenhaus, wo Ärzte seinen Zustand als kritisch einstuften.
Russlands regionales Ermittlungskomitee gab bekannt, dass Ermittler offiziell ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet haben.
Intensive Entwicklung
Cherezov ist Direktor und alleiniger Eigentümer des Russischen Labors für Lufttransport. Handelsregistereinträge zeigen, dass er das Unternehmen in Tula im Jahr 2022 gründete. Die Haupttätigkeit des Unternehmens konzentriert sich auf wissenschaftliche Forschung und technologische Entwicklung.
Das Unternehmen ist auf die Entwicklung unbemannter Luftfahrzeuge spezialisiert. Dieses Feld ist für die moderne Militärstrategie von entscheidender Bedeutung geworden.
Obwohl es mit nur 20.000 Rubel Startkapital begann, wuchs das Unternehmen schnell. Offizielle Aufzeichnungen zeigen, dass das Unternehmen im Jahr 2023 einen Umsatz von 110 Millionen Rubel erzielte, was etwa 1,43 Millionen US-Dollar entspricht.
Der Nettogewinn erreichte fast 6,7 Millionen Rubel. Das entspricht etwa 87.100 US-Dollar.
Muster von Angriffen
Laut United24 Media ereignete sich das Attentat inmitten einer wachsenden Reihe gewaltsamer Angriffe, die sich gegen hochrangige russische Militärs und Verteidigungsinsider richten. Kurz vor dem Überfall in Tula explodierte eine Autobombe im Süden Moskaus.
Die heftige Explosion tötete Generalleutnant Fanil Sarvarov noch am Tatort. Sarvarov hatte eine lange Kampflaufbahn hinter sich und an Konflikten im gesamten Nordkaukasus teilgenommen, bevor er von 2015 bis 2016 in Syrien diente.
Russlands Ermittlungskomitee bestätigte später seinen Tod infolge der Explosion. Seine Tötung zeigt, wie verwundbar wichtiges militärisches und technologisches Personal bleibt, selbst tief in stark bewachten urbanen Zentren.