Startseite Nachrichten DNA-Technologie löst Cold Case: 1978 in Kalifornien gefundene Teenagerin identifiziert

DNA-Technologie löst Cold Case: 1978 in Kalifornien gefundene Teenagerin identifiziert

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Familien vermisster Personen verbringen oft Jahrzehnte im schmerzhaften Schatten der Ungewissheit.

Fast fünfzig Jahre lang lag ein Cold Case in der stillen Erde eines ländlichen Bauernhofs begraben und lieferte den Ermittlern weder Namen noch Antworten. Nun hat die moderne Wissenschaft das Schweigen dieses vergessenen Grabes endlich durchbrochen, berichtet USA Today.

Grausame Entdeckung

Ein Traktorfahrer entdeckte im Juni 1978 bei Arbeiten in einem kalifornischen Weinberg ein flaches Grab, wie USA Today berichtete. Die örtlichen Behörden bargen die Überreste einer Teenagerin, die zwei Metallketten trug, doch ihre Identität blieb ein völliges Rätsel.

Pathologen konnten die genaue Todesursache nicht feststellen. Dennoch stuften die Beamten den Fall als Tötungsdelikt ein und bestatteten die unbekannte Teenagerin stillschweigend als „Jane Doe“ auf einem nahegelegenen Friedhof.

Jahrzehnte vergingen ohne eine einzige konkrete Spur. Detektive exhumierten die Leiche 2007 für DNA-Tests, veröffentlichten Gesichtsrekonstruktionen und überprüften Vermisstenlisten, doch jeder anfängliche Versuch führte in eine Sackgasse.

Genetischer Durchbruch

Alles änderte sich, als die Ermittler auf fortschrittliche DNA-Spurensuche setzten. Das Sheriff’s Office von Kern County arbeitete mit dem forensischen Unternehmen Othram zusammen, um aus einer Knochenprobe ein genetisches Profil zu erstellen und öffentliche Datenbanken nach potenziellen Verwandten zu durchsuchen.

Übereinstimmungen führten die Detektive schließlich zu einer Mutter in Kalifornien. Tests bestätigten, dass es sich bei dem Opfer um die fünfzehnjährige Michelle Louise Collier handelte, die Anfang 1978 aus Fresno verschwunden war.

Detektivin Ashley Thompson beschrieb die Technologie als Wendepunkt für Cold Cases. „(Forensische genetische Genealogie) ist ein leistungsstarkes Ermittlungsinstrument, das fortschrittliche DNA-Analyse mit traditioneller genealogischer Forschung kombiniert“, sagte Thompson.

„Sie hat dazu beigetragen, neue Spuren in Fällen zu generieren, die lange Zeit in einer Ermittlungssackgasse steckten, und Türen geöffnet, die vor Jahrzehnten nicht zugänglich waren“, fügte Thompson hinzu.

Suche nach Gerechtigkeit

Die Behörden übergaben Michelles Überreste ihrer überlebenden Familie Anfang dieses Sommers. Für ihre Angehörigen bringt der lang ersehnte Durchbruch eine bittersüße Mischung aus Trost und Trauer.

„(Michelle) verschwand vor 48 Jahren, und erst vor Kurzem wussten wir, wo sie war“, sagte ihre Schwester Cynthia Dunbar während einer Pressekonferenz. „Zumindest mit diesen Informationen hat meine Familie einen gewissen Abschluss gefunden.“

Die Mordermittlungen bleiben weiterhin offen, während die Polizei daran arbeitet, den Mörder der Teenagerin zu identifizieren. „Michelles Identifizierung ist ein wichtiger Schritt, doch die Umstände ihres Todes bleiben unbekannt“, bemerkte Thompson.

Quellen: USA Today