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Klage der Trump-Familie geht nach unerwarteter Bank-Enthüllung nach hinten los

Donald Trump glad, klapper
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Capital One gibt an, Trumps Konten seien nach monatelanger Prüfung geschlossen worden.

Donald Trumps Rechtsstreit gegen Capital One hat eine unangenehme Enthüllung zutage gefördert, die ohne die Klage möglicherweise nie ans Licht gekommen wäre.

Gerichtsdokumente, die von der Bank eingereicht wurden, zeigen, dass Spezialisten für Finanzkriminalität Hunderte von Konten mit Bezug zu Trump geprüft haben, bevor Capital One beschloss, ihre Geschäftsbeziehung zur Trump Organization zu beenden. Zuvor hat keine andere Großbank öffentlich bestätigt, eine solche Überprüfung des Geschäftsimperiums des Präsidenten durchgeführt zu haben.

Capital One legte die Informationen offen, während sie einen Bundesrichter bat, eine Klage der Trump Organization und Eric Trumps abzuweisen.

Ihre Klage wirft der Bank vor, mehr als 300 verbundene Konten aus politischen Gründen geschlossen zu haben, nachdem am 6. Januar 2021 der Angriff auf das US-Kapitol erfolgte. Trumps Unternehmen hat die Entscheidung als Teil einer breiteren Kampagne angeprangert, die von angeblich „woken“ Finanzinstituten geführt werde, um Konservative zu diskriminieren.

Capital One bietet eine ganz andere Erklärung an.

„Die Schließungen waren das Ergebnis monatelanger Analysen und einer sorgfältigen Prüfung durch das AML-Team von Capital One in Übereinstimmung mit den Bankrichtlinien und behördlichen Vorgaben“, zitierten sie laut The Daily Beast.

Dem Schriftsatz zufolge begann der Prozess, nachdem die Bank Transaktionsmuster identifiziert hatte, die den in den bundesstaatlichen Bankrichtlinien hervorgehobenen Kategorien entsprachen.

Kein Vorwurf kriminellen Verhaltens

Die Gerichtsunterlagen beschuldigen Trump, seine Familie oder die Trump Organization nicht der Geldwäsche oder der Begehung einer anderen Straftat.

Capital One argumentiert stattdessen, dass die Aktivitäten ausreichten, um eine interne Compliance-Prüfung auszulösen. Fachleute mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Strafverfolgung sollen die Untersuchung geleitet haben, bevor die Bank beschloss, die Konten zu schließen.

Bankvertreter sagten, die Existenz der Überprüfung werde nur offengelegt, weil die Familie Trump beschlossen habe zu klagen.

Vertreter der Trump Organization reagierten nicht sofort auf Anfragen zur Stellungnahme.

Capital One informierte die Trump Organization erstmals im März 2021 darüber, dass die Konten geschlossen würden. Vier Jahre später reichten Eric Trump und das Unternehmen ihre Klage vor einem Bundesgericht in Florida ein.

Die Anwälte der Bank haben Behauptungen zurückgewiesen, dass Bedenken hinsichtlich der Geldwäsche erfunden worden seien, um politische Motive zu verschleiern.

„Irreführend“ und „basierend auf selektiven Zitaten, die durch den vollständigen Kontext nicht gestützt werden.“

Capital One vertritt die Auffassung, dass der Fall der Trump-Familie auf selektiven Auszügen aus Dokumenten beruht und nicht auf der vollständigen Aktenlage rund um die Entscheidung.

Frühere Klage bereits abgewiesen

Richter Roy Altman, der von Trump ernannt wurde, wies eine frühere Version der Klage im März ab. Der Familie wurde jedoch gestattet, eine geänderte Klageschrift einzureichen, wodurch der Streitfall am Leben erhalten wurde.

Trump hat Finanzinstitute wiederholt beschuldigt, Konservative ins Visier zu nehmen. Während seiner zweiten Amtszeit unterzeichnete er eine Durchführungsverordnung, die Regulierungsbehörden anwies, angeblich politisch motiviertes „Debanking“ zu untersuchen.

Ähnliche Anschuldigungen bilden die Grundlage einer separaten Klage über 5 Milliarden US-Dollar gegen JPMorgan Chase und deren CEO Jamie Dimon. Trump behauptet, die Bank habe seine Konten im Jahr 2021 wegen „politischer und sozialer Motivationen“ geschlossen.

Der Schriftsatz von Capital One riskiert nun, die Aufmerksamkeit von diesen Anschuldigungen weg und hin zu den internen Compliance-Bedenken zu lenken, die den Schließungen vorausgingen.