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Metzger empfehlen, Würste im Ofen statt in der Pfanne zuzubereiten

Sausages in oven pølser i ovn
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Kleine Veränderungen in der Küche können überraschend große Auswirkungen auf alltägliche Mahlzeiten haben. Erfahrene Köche empfehlen dabei eine traditionelle Zubereitungsmethode.

Britische Metzger empfehlen, frische Würste im Ofen zu garen, da sie dort gleichmäßiger bräunen und weniger Schmutz verursachen als beim Braten in der Pfanne.

Die Methode dauert zwar länger als die Zubereitung in der Pfanne, erfordert jedoch kaum Aufmerksamkeit, sobald das Backblech im Ofen steht.

Der Rat stammt von den Metzgern hinter der Website British Sausage, die es vorziehen, Würste im Ofen zu garen, statt sie in heißes Öl zu legen.

Temperatur und Garzeit

Für rohe, frische Würste sieht die empfohlene Methode vor, den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze, 180 °C Umluft oder Gasstufe 6 vorzuheizen. Das entspricht etwa 400 °F in einem herkömmlichen amerikanischen Backofen oder 350 °F bei Umluft.

Die Würste sollten in einer einzigen Schicht auf einem mit Alufolie oder Backpapier ausgelegten Backblech verteilt werden. Das Blech sollte nicht überfüllt werden.

Den Anweisungen zufolge sollten sie 25 bis 30 Minuten garen und nach der Hälfte der Zeit gewendet werden, damit beide Seiten gleichmäßig bräunen.

Die empfohlene Garzeit dient lediglich als Richtwert. Die Dicke der Würste, ihre Zutaten und die Leistung des Backofens können beeinflussen, wie schnell sie im Inneren gar werden. Deshalb sollten auch die Hinweise auf der Verpackung beachtet werden.

Warum der Ofen empfohlen wird

Die Metzger bezeichneten das Garen im Ofen als „die einfache und bequeme Art, Würste zu genießen“. Ihrer Aussage nach sorgt die Methode für „saftiges“ Fleisch mit einem „köstlichen Geschmack“.

Wie die Zeitung berichtet, erklären sie dies damit, dass die Würste durch die gleichmäßige Hitze rundherum stetig garen, während das Fett austritt. Magere Würste benötigen möglicherweise etwas Öl, fettreichere Sorten hingegen in der Regel keine zusätzliche Fettzugabe.

Das Braten in der Pfanne geht zwar schneller, doch die Haut kann bereits dunkel werden, bevor das Innere vollständig gegart ist. Außerdem können die Würste an der Pfanne haften bleiben und Fettspritzer auf dem Herd verursachen.

Sichere Kerntemperatur überprüfen

Eine goldbraune Farbe sollte nicht als einziges Zeichen dafür dienen, dass die Würste gar sind. Eine Wurst kann außen bereits fertig gegart erscheinen, obwohl sie an ihrer dicksten Stelle noch keine sichere Kerntemperatur erreicht hat.

Unabhängig von den Empfehlungen der Metzger rät das US Department of Agriculture (USDA), rohe Würste mit einem Lebensmittelthermometer zu überprüfen. Frische Würste aus Rinder-, Schweine-, Lamm- oder Kalbfleisch sollten eine Kerntemperatur von 71 °C erreichen, während Würste aus Hähnchen- oder Putenfleisch auf 74 °C erhitzt werden sollten.

Auch die UK Food Standards Agency empfiehlt, die Herstellerangaben zu befolgen und Würste vollständig durchzugaren. Nach ihren Richtlinien kann ein sauberer Temperaturfühler in die Mitte der Wurst eingeführt werden, um zu prüfen, ob sie ausreichend gegart ist.

Rohe, vorgegarte, geräucherte und verzehrfertige Würste können unterschiedliche Zubereitungsanforderungen haben. Ein Blick auf das Etikett hilft festzustellen, ob ein Produkt vollständig gegart oder lediglich aufgewärmt werden muss.

Nach dem sicheren Garen können im Ofen zubereitete Würste zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen oder als Bestandteil eines Sandwiches serviert werden.

Quellen: British Sausage, USDA Food Safety and Inspection Service, UK Food Standards Agency