Im unerbittlichen Glanz des globalen Starkults zu leben, kann selbst die glänzendsten Karrieren überwältigend erscheinen lassen.
Nach Jahren im Rampenlicht zieht sich ein großer Popstar aus dem Trubel zurück. Die Lichter gehen aus, zumindest vorerst, berichtet DR News.
Rückzug von der Bühne
Ariana Grande zieht sich aus dem öffentlichen Leben zurück, nachdem ihre London-Tour am 1. September endet. People Magazine berichtete, dass der Popstar sich auch von einem großen Musical im Barbican Theatre zurückzieht.
Die Produktionsfirma Empire Street Productions bestätigte gegenüber der BBC, dass die Bühnenshow ohne sie fortgesetzt wird. Das Team äußerte volles Verständnis und Unterstützung.
Der Rückzug folgt auf intensive Online-Diskussionen über ihr Aussehen. Ein Sprecher teilte dem People Magazine mit, dass Grande ihre Tour gesund und glücklich beenden möchte, bevor sie eine wohlverdiente Pause einlegt. Die Entscheidung resultiert aus „endloser und anhaltender öffentlicher Kontrolle“.
Trubel um die Musik
Die Kontrolle intensivierte sich, nachdem ihr achtes Album „Petal“ am 31. Juli veröffentlicht wurde. Soziale Kanäle wurden sofort mit Kommentaren zu ihrem Gewicht überflutet.
In einem neuen Musikvideo spielt Grande Pepper, eine Künstlerin, die mit harscher Kritik an ihrem Aussehen konfrontiert ist. The Guardian berichtete, dass ihr Titel „Like I Do“ auf Gerüchte mit der Zeile „Ich habe etwas zu erzählen, es hält mich gut genährt“ reagiert.
Auf Instagram reflektierte Grande in einem von Rolling Stone geteilten Videoclip über ihr Album. Sie beschrieb das Werk als „etwas, das voller Leben ist und durch die Risse von etwas Kaltem, Hartem und Herausforderndem wächst“. Die Musik konzentriert sich darauf, „mit allen Arten von negativen Bindungen zu brechen – sei es mit meinen eigenen Dämonen in meinem Kopf, Stimmen von außen oder Dingen, die mir nicht mehr dienen“.
Leben unter dem Mikroskop
Für die „Wicked“-Darstellerin ist die Kommentierung ihres Körpers ein alter Kampf. Im Gespräch mit dem YouTube-Kanal Sally Studios beschrieb Grande, sich seit ihren Teenagerjahren wie „ein Testobjekt in einer Petrischale“ zu fühlen.
Sie warnte damals vor der Normalisierung der Körperkritik. „In der heutigen Gesellschaft gibt es eine Art Akzeptanz, dass wir das Aussehen, die Gesundheit von Menschen und das, was wir hinter den Kulissen vermuten, kommentieren können – eine Akzeptanz, die wir nicht haben sollten“, sagte sie. Menschen fühlen sich frei, Gesichter und Körper zu beurteilen, und bezeichnete den Trend als „wirklich gefährlich“.
Laut The Guardian teilte Grande dieses Interview im vergangenen November erneut, „als liebevolle Erinnerung an alle“. Ihr Team hat nicht mitgeteilt, wann sie zurückkehren wird.
Quellen: DR News, People Magazine, BBC, The Guardian, Rolling Stone, Sally Studios