Ein weitverbreiteter Cyclospora-Ausbruch im Zusammenhang mit importiertem mexikanischem Kopfsalat hat in den gesamten USA Tausende Menschen infiziert und zwei Todesfälle in Michigan verursacht.
Zwei Menschen in Michigan sind nach einem weitverbreiteten Cyclospora-Ausbruch gestorben, wie bundesstaatliche Gesundheitsbehörden mitteilen, berichtet die BBC.
Der Parasit wird über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser übertragen und löst schwere Magen-Darm-Erkrankungen aus.
Behörden merkten an, dass beide Personen an „erheblichen Vorerkrankungen litten, die durch Cyclosporiasis und Dehydration beeinträchtigt worden sein könnten“.
45 US-Bundesstaaten betroffen
Der Parasit hat nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC bereits 45 US-Bundesstaaten erreicht.
Bundesweite Aufzeichnungen zeigen knapp 7.000 bestätigte Laborfälle im ganzen Land, was dies zu einem bedeutenden Ereignis für die öffentliche Gesundheit macht.
Dennoch betonen Bundesbehörden, dass Todesfälle durch den Erreger selten bleiben. Die CDC wies darauf hin, dass die Darmerkrankung „in der Regel nicht lebensbedrohlich“ ist.
Michigan befindet sich im Epizentrum des Anstiegs. Lokale Gesundheitsdaten zeigen mehr als 11.000 Fälle und fast 200 Krankenhausbesuche, obwohl vielen Infektionen eine Laborbestätigung fehlt, so die BBC.
Kontaminierter Salat
Ermittler brachten die umfassende Infektion mit geschnittenem Eisbergsalat in Verbindung, der aus Zentralmexiko importiert wurde.
Der Verarbeitungsriese Taylor Farms lieferte den betroffenen Salat an namhafte Restaurantketten in den gesamten Vereinigten Staaten.
Als Reaktion auf die Gesundheitsrisiken leitete Taylor Farms einen freiwilligen Rückruf seiner Ernte aus Zentralmexiko ein.
Wichtige Kunden handelten umgehend: Taco Bell nahm den Salat des Lieferanten in seinen Restaurants im ganzen Land aus dem Angebot, berichtet die BBC.
So schützen Sie sich vor einer Infektion
Der in warmem Klima gedeihende Parasit wird durch fäkale Kontamination auf den Menschen übertragen.
Frühere Ausbrüche traten auf, wenn Landwirtschaftsflächen mit verunreinigtem Wasser bewässert wurden.
Das gründliche Abspülen von Obst und Gemüse unter fließendem Wasser ist eine Standardvorsichtsmaßnahme, kann jedoch keine vollständige Entfernung des mikroskopisch kleinen Erregers garantieren.
Hitze bleibt der wirksamste Schutz, da das gründliche Kochen von Lebensmitteln auf 70 °C oder höher die Gefahr neutralisiert, so die BBC.