Trump mischt sich mit deutlicher Stellungnahme in den größten Machtkampf des Fußballs ein.
Donald Trump hat sich öffentlich hinter FIFA-Präsident Gianni Infantino gestellt und es als „schrecklichen Fehler“ bezeichnet, seine Ablösung in Betracht zu ziehen, während die Kritik am Fußball-Weltverband weiter zunimmt.
Die Intervention des US-Präsidenten erfolgt, während mehrere kontinentale Fußballverbände die FIFA des Vertrauensbruchs bezichtigen, wegen Plänen, private Investoren in die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft einzubeziehen.
Trump lobt Infantino
In einem auf Truth Social veröffentlichten Beitrag verteidigte Trump Infantinos Führung und schrieb ihm die Aufsicht über einen, wie er es nannte, beispiellosen Weltcup-Erfolg zu.
„Die FIFA würde einen schrecklichen Fehler machen, wenn sie aus irgendeinem Grund auch nur in Erwägung zöge, Präsident Gianni Infantino zu ersetzen.“
Trump fuhr fort zu argumentieren, dass der jüngste kommerzielle Erfolg der FIFA eng mit Infantinos Führung verbunden sei.
„Wenn er weg ist, wird sie nie wieder erfolgreich oder profitabel sein!“
Die Kontroverse dreht sich um den gemeldeten Vorschlag der FIFA, vor der Weltmeisterschaft 2030 ein neues Unternehmen im Wert von 20 Milliarden US-Dollar zu gründen und Anteile an private Investoren zu verkaufen. Berichten zufolge führt die Investmentfirma von Josh Kushner das vorgeschlagene Geschäft an.
Kritiker argumentieren, dass der Schritt kommerzielle Interessen über die Traditionen des Fußballs stelle und umfassendere Fragen zur Führung des Sports aufwerfe.
Fußballfunktionäre werfen FIFA Vertrauensbruch vor
Trumps Unterstützung erfolgte kurz nachdem Fußballverbände aus Europa, Nord- und Mittelamerika, der Karibik und Asien eine gemeinsame Erklärung veröffentlichten, in der sie die Führung der FIFA kritisierten.
Die Organisationen warfen dem Weltverband einen „grundlegenden Vertrauensbruch“ vor und stellten dessen Umgang mit der vorgeschlagenen Investitionsstruktur infrage.
Ihre Erklärung argumentierte, dass der Fußball den Fans, Vereinen und Mitgliedsverbänden gehöre und nicht einer einzelnen Person oder Institution.
„Hier geht es um etwas Grundlegenderes als Geld: die Integrität des Spiels und die Integrität derer, die zu seiner Führung gewählt wurden.“
Die Konföderationen nahmen die Entschuldigung der FIFA zur Kenntnis für das, was sie als Kommunikationsfehler bezeichnete, argumentierten jedoch, dass das Problem weit über die bloße Kommunikation hinausgehe.
Laut der Erklärung stellte der Vorschlag selbst einen schwerwiegenden Fehltritt dar und nicht nur einen Verfahrensfehler. Die Organisationen kritisierten zudem einen Mangel an Rechenschaftspflicht und Transparenz und forderten eine Führung, die dem Fußball diene, anstatt ihn kontrollieren zu wollen.
Der Streit hat den Druck auf die FIFA erhöht, während die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2030 weiterlaufen, wobei Fragen sowohl die Führung des Weltverbandes als auch dessen langfristige kommerzielle Strategie betreffen.