Startseite Krieg Russischer Soldat entkommt nach Norwegen: Putins Demütigung durch spektakuläre Flucht

Russischer Soldat entkommt nach Norwegen: Putins Demütigung durch spektakuläre Flucht

russian soldier winter cold
RIA Novosti archive, image #842936 / Grigory Sysoev / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Es gelang ihm, monatelang völlig unentdeckt zu überleben.

Wenn ein Mensch beschließt, einem brutalen Konflikt den Rücken zu kehren, ist der Weg in die Sicherheit selten einfach.

Das Überleben auf der Flucht erfordert immense Geduld, Glück und eine erstaunliche Fähigkeit, verborgen zu bleiben.

Manchmal bedeutet der Weg hinaus Jahre der völligen Isolation.

Zwei Jahre im Verborgenen

Ein russischer Soldat ist nach zweijährigem Verschwinden in der Wildnis wieder aufgetaucht. Laut dem Daily Express wurde er ursprünglich Ende 2022 an die Front in der Ukraine entsandt, verbrachte jedoch über ein Jahr im Kampfgebiet, bevor er sich zur Fahnenflucht entschloss.

Nach seiner Flucht aus dem Militär zog sich der Flüchtige in die weiten Wälder Sibiriens zurück. Es gelang ihm, monatelang völlig unentdeckt zu überleben.

Als der Sommer dieses Jahr kam, begann er einen zermürbenden Marsch nach Norden. Berichten zufolge überquerte er die abgelegene Kola-Halbinsel vollständig zu Fuß. Er drängte immer weiter in Richtung Sicherheit.

Grenzübertritt

Die lange Reise fand in den dunklen Stunden des 13. August ein dramatisches Ende. Militärische Grenzschützer nahmen den erschöpften Reisenden gegen 1 Uhr morgens fest. Sie fanden ihn in einem ruhigen Abschnitt zwischen Grense Jakobselv und Korpfjell.

Unmittelbar nach dem Übertritt nach Norwegen soll der Asylsuchende einen Kontakt irgendwo in Europa angerufen haben. Die örtlichen Behörden rückten schnell an, um das abgelegene Gebiet zu sichern.

Tarjei Sirma-Tellefsen ist Stabschef der Polizei in Finnmark. Er merkte an, dass unklar bleibe, ob sich weitere russische Soldaten in dem unwegsamen Gelände versteckt hielten, so der Barents Observer.

Sicherheitsteams gingen in dieser Nacht keinerlei Risiken ein. Das örtliche Ranger-Bataillon und Polizeieinheiten starteten Hundepatrouillen und setzten Drohnen ein, um die dunklen Grenzgebiete zu überwachen.

Eine seltene Fluchtroute

Norwegische Beamte haben die russischen Grenzschützer bereits über den illegalen Grenzübertritt informiert. Die Flucht durch diesen spezifischen nördlichen Korridor ist höchst ungewöhnlich.

In den letzten zehn Jahren haben die Behörden lediglich drei illegale Grenzübertritte im Gebiet von Grense Jakobselv verzeichnet. Die raue Umgebung wirkt als massive natürliche Barriere.

Ein weiterer russischer Überläufer schaffte im vergangenen Jahr genau dasselbe Kunststück. Dieser Mann verbrachte zwei Wochen damit, durch die Wildnis zu wandern, bevor er eine kleine Lücke in einem russischen Stacheldrahtzaun entdeckte.

Anschließend watete er durch einen flachen Bach, um norwegischen Boden zu erreichen. Für diesen jüngsten Soldaten endete eine ähnlich verzweifelte Wanderung schließlich in einem Asylgesuch.

Quellen: Daily Express, Barents Observer