Laut dem ehemaligen Kreml-Berater sind Angriffe von „unbekannten Quellen“ nicht auszuschließen.
Ein ehemaliger russischer Diplomat hat die Möglichkeit verdeckter Angriffe auf britische Produktionsstätten in Aussicht gestellt.
In einem Gespräch mit BBC Newsnight deutete Andrei Fedorow, Berater des Kremls und ehemaliger stellvertretender Außenminister, an, dass britische Drohnenfabriken eine „semimilitärische“ Antwort von „unbekannten Quellen“ erfahren könnten, nachdem London zugestimmt hatte, Raketenbaupläne mit Kiew zu teilen.
Die Vereinbarung ermöglicht der Ukraine die Produktion von Komponenten für den Marschflugkörper SCALP im eigenen Land.
Fedorow stellte fest, dass der interne Druck auf Moskau zunimmt, und erklärte, dass „Meinungsumfragen, Journalisten, Massenmedien“ Maßnahmen gegen Großbritannien forderten.
Brandbeschleuniger
Offizielle Kreml-Erklärungen spiegelten diesen feindseligen Ton wider. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow warf dem Vereinigten Königreich vor, das Feuer des Krieges anzufachen, und fügte hinzu, dass russische Streitkräfte Daten sammelten, um künftige Raketenproduktionsstätten zu lokalisieren und zu zerstören.
Der britische Premierminister Andy Burnham wies die Drohungen während seiner ersten internationalen Reise nach Kiew zurück. „Wer hat das Feuer entfacht? Das ist doch die Frage, oder?“, antwortete er und bekräftigte, dass die Unterstützung Großbritanniens nicht nachlassen werde.
Diplomatie mit hohem Einsatz
Burnham leitete in Kiew ein Treffen der „Koalition der Willigen“ zusammen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Gruppe versprach, die Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte zu verschärfen und gleichzeitig die Militärhilfe aufzustocken.
Die Reise findet statt, während Burnham sich auf entscheidende Gespräche in den Vereinigten Staaten im nächsten Monat vorbereitet. Er plant, Präsident Donald Trump zusammen mit europäischen Staats- und Regierungschefs zu beeinflussen, um wesentliche Luftverteidigungssysteme für die Ukraine zu sichern.
Die Luftverteidigung ist zu einem dringenden Problem geworden, da der Winter naht und russische Angriffe zivile Gebiete treffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft, 300 Patriot-Raketen zu erhalten, doch die amerikanischen Bestände gehen aufgrund des Konflikts im Iran zur Neige.
In einem Interview mit Bloomberg sagte Burnham, er sei „wirklich zuversichtlich“, dass der Engpass durch Verhandlungen mit internationalen Partnern „behebbar“ sei. Trump äußerte zuvor Bedenken hinsichtlich der Technologieübertragung und warnte, dass „diese Waffen unglaublich sind“ und eine sorgfältige Handhabung erforderten.