Die Sender behaupteten, dass sich ein Informant in der Nähe des Sohnes des US-Präsidenten befinde.
Staatliche Medien in Teheran strahlten ein beunruhigendes Video aus, das sich auf Barron Trump, den jüngsten Sohn von US-Präsident Donald Trump, konzentrierte.
Laut Euronews behaupteten die Sender, Agenten hätten den 20-jährigen Sohn des Präsidenten überwacht und dabei detaillierte Bilder seines Universitätscampus und seiner Sicherheitsvorkehrungen gezeigt.
Die Sendung trug einen düsteren Titel. Mit der Überschrift „Wo und wie sollten wir Barron Trump töten?“ wurde angeblich eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar ausgelobt. Die Produzenten prahlten, ein Informant sitze in seiner Nähe.
Der Bericht behauptete, er nutze Xbox-Voice-Chat, um mit Kontakten zu kommunizieren. Keine dieser Behauptungen konnte von unabhängigen Beobachtern überprüft werden.
Dies ist kein Einzelfall. Die Sender hatten zuvor im Juli ein Video mit dem Titel „Wo und wie ist Melania Trump zugänglich?“ veröffentlicht, das die First Lady laut Colorado Politics durch New York verfolgte.
Zunehmende geopolitische Spannungen
Direkte Drohungen gegen amerikanische Führungspersönlichkeiten haben zugenommen. Teheran zeigte kürzlich eine riesige öffentliche Plakatwand, die den Präsidenten in einem Sarg zeigte, begleitet von den Worten „Wir werden Trump töten“.
Die Wut reicht bis in den Januar 2020 zurück. Damals tötete ein US-Angriff den iranischen Kommandeur Qassem Soleimani. Jüngste Angriffe am 28. Februar, bei denen Ayatollah Ali Khamenei getötet wurde, eskalierten die Rhetorik noch weiter.
Staatliche Kommentatoren beriefen sich auf islamische Rechtsprinzipien, um Vergeltung zu rechtfertigen. Wie von Iran International berichtet, bezeichnete der Fernsehkommentator Mohammad Javad Larijani die Rache für ihre gefallenen Führer als „unveräußerliches Recht“ und fügte hinzu: „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, und es gibt keine internationale rechtliche Barriere, die uns aufhalten kann.“
Der Kommentator Mohsen Ghanbarian äußerte im Fernsehen ähnliche Warnungen. Er warnte, dass „der derzeitige Führer und die Führer der Islamischen Republik immer im Verborgenen leben müssen“, es sei denn, es finde eine Vergeltung statt.
Scharfe Warnungen
Das Weiße Haus sprach seinerseits scharfe Warnungen aus. Präsident Trump erklärte am 20. Januar, dass jeder Anschlag auf sein Leben eine sofortige, massive militärische Reaktion hervorrufen würde.
Er warnte, dass „der gesamte Iran in die Luft gesprengt wird“, sollte ein Angriff erfolgen. Befehle seien bereits erteilt worden, „die Islamische Republik von der Erdoberfläche zu tilgen“, sollten Drohungen in Taten umgesetzt werden.