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Der schlimmste wirtschaftliche Albtraum der Trump-Regierung: Katars zerstörte Gasanlagen garantieren jahrelange Knappheit

Donald Trump
Screendump: CNBC

Der Krieg im Nahen Osten hat sich in einen Krieg gegen die Infrastruktur verwandelt, und Trumps wirtschaftlicher Albtraum wird durch Katars zerstörte Gasanlagen zur harten Realität.

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten hat sich dramatisch verändert: Aus vorübergehenden Lieferengpässen ist eine Katastrophe geworden, bei der wichtige Infrastruktur dauerhaft zerstört wird. Wie ein aktueller Bericht von Associated Press zeigt, vernichten gnadenlose Angriffe zwischen den USA, Israel und dem Iran nun aktiv die physischen Grundlagen des globalen Energiemarktes. Was als gefährliches politisches Kräftemessen begann, hat sich in einen wirtschaftlichen Zermürbungskrieg verwandelt, dessen Folgen wir noch lange spüren werden.

Jüngste iranische Raketenangriffe haben ganz gezielt unglaubliche 17 Prozent von Katars extrem wichtigen Exportanlagen für flüssiges Erdgas dem Erdboden gleichgemacht.

Das staatliche Energieunternehmen QatarEnergy hat bereits offen zugegeben, dass es bis zu fünf Jahre dauern wird, diese gigantischen Verarbeitungsanlagen wieder komplett aufzubauen. Diese gezielte Zerstörung ist ein erschreckender Wendepunkt, der die wirtschaftlichen Folgen des regionalen Krieges massiv verschärft.

Wir sprechen hier nicht mehr nur von einer kurzen Störung der Lieferketten, die mit einem diplomatischen Handschlag einfach wieder aus der Welt geschafft werden kann. Die physische Zerstörung wichtiger Raffinerien und Gasterminals bedeutet, dass die finanziellen Schockwellen dieses Konflikts die weltweiten Märkte auf Jahre hinaus lahmlegen werden. Für uns normale Verbraucher heißt das, dass wir uns auf eine sehr lange Phase mit knapper und extrem teurer Energie einstellen müssen.

Der schmerzhafte und teure Wiederaufbau

Der Wiederaufbau solch hochkomplexer Anlagen für Flüssigerdgas ist ein unglaublich langsamer und aufwendiger Prozess, den selbst verzweifelte Politiker nicht einfach beschleunigen können.

Diese riesigen Industrieanlagen erfordern spezielles Fachwissen, maßgeschneiderte Maschinen und viele Milliarden Euro an Startkapital, nur um überhaupt anfangen zu können. Während dieser extrem langen und teuren Bauphase wird dem weltweiten Energienetz genau die Menge an Gas fehlen, die Katar sonst zuverlässig geliefert hat.

Der plötzliche Wegfall von fast einem Fünftel der katarischen Exportkapazitäten jagt gerade heftige Schockwellen durch die internationalen Gasmärkte. Käufer in Europa und Asien, die stark auf genau dieses Gas angewiesen waren, kämpfen nun verzweifelt darum, sich andere Verträge zu massiven Aufpreisen zu sichern. Dieser harte Bieterwettstreit um eine plötzlich viel kleinere Menge an verfügbarer Energie wird die Preise garantiert auf ein schmerzhaftes Rekordniveau treiben.

Obendrein haben die erfolgreichen Angriffe auf Katar die alte Illusion zerstört, dass bestimmte Energiezentren am Golf vor dem Chaos des Krieges sicher seien. Die Versicherungen für Öltanker und große Energieanlagen in der gesamten Region sind extrem teuer geworden, weil das Risiko einer Zerstörung massiv gestiegen ist. Die großen Energiekonzerne müssen nun Milliarden von Euro in private Sicherheitsdienste und teure Luftabwehrsysteme stecken, anstatt das Geld in die eigentliche Gasförderung zu investieren.

Eine unerträgliche Last für die Ärmsten

Während wohlhabende westliche Länder diese künstlich aufgeblähten Energiekosten zur Not noch zähneknirschend schlucken können, werden die Entwicklungsländer direkt an den wirtschaftlichen Abgrund gedrängt. Der plötzliche Mangel an bezahlbarem Flüssigerdgas zwingt ärmere Länder dazu, zu Spitzenzeiten einfach den Strom für die eigene Bevölkerung komplett abzuschalten. Ohne zuverlässige Elektrizität kommt die ohnehin fragile Industrie in diesen aufstrebenden Volkswirtschaften völlig zum Erliegen, was katastrophale Folgen hat.

Um einen völligen Zusammenbruch der Gesellschaft zu verhindern, müssen viele Entwicklungsländer bereits den Kraftstoff streng rationieren, um ihre verletzlichsten Bürger zu schützen. Die Regierungen leeren ihre letzten Währungsreserven, nur um die absolute Mindestmenge an Diesel zu kaufen, die Krankenhäuser am Laufen hält. Je länger die zerstörten Anlagen im Nahen Osten stillstehen, desto näher rücken diese stark belasteten Länder an die drohende Staatspleite.

Die massive Zerstörung der globalen Energieversorgung garantiert uns, dass der wirtschaftliche Schmerz dieses Krieges noch lange anhalten wird, wenn die Waffen längst schweigen. Selbst wenn morgen ein dauerhafter Friedensvertrag unterschrieben wird, werden die kaputten Gasterminals die weltweite Versorgung noch jahrelang einschränken. Letztendlich steht die ganze Welt vor einer langen Zeit der Energieknappheit, die die globale Wirtschaft verändern und unsere Heizkosten schmerzhaft hoch halten wird.