Startseite Krieg USA in Reichweite: Russland testet Atomrakete wenige Tage nach CIA-Besuch...

USA in Reichweite: Russland testet Atomrakete wenige Tage nach CIA-Besuch in Moskau

Missile, launch, nuclear, nuke, warning sign
Shutterstock

Der CIA-Chef soll den Kreml davor gewarnt haben, NATO-Länder anzugreifen.

Russland startete am Freitag eine feststoffbetriebene Interkontinentalrakete, berichtete die Moscow Times.

Die Waffe startete vom Kosmodrom Plessezk im Norden und flog quer durch das Land, um Ziele auf der Halbinsel Kamtschatka zu treffen. Das Verteidigungsministerium berichtete, dass mobile Startbesatzungen während der Übung in abgelegenem Gelände trainierten.

Militärvertreter weigerten sich, das genaue beteiligte System zu nennen. Dennoch weisen Verteidigungsanalysten darauf hin, dass Moskau zur Langstreckenabschreckung stark auf seine Raketensysteme Topol und Jars setzt.

Beide Plattformen können Ziele in über 9.600 Kilometern Entfernung erreichen, wodurch das amerikanische Festland gut in Reichweite liegt. Laut einer Studie von SIPRI bilden diese Systeme das Rückgrat der landgestützten nuklearen Abschreckung Russlands.

Gerüchte in Moskau

Die plötzliche Übung fand nur drei Tage nach einer stillen Mission in die russische Hauptstadt statt. Washington entsandte CIA-Direktor John Ratcliffe nach Moskau für ein unangekündigtes Treffen mit dem russischen Sicherheitschef Alexander Bortnikov.

Mehrere Medien berichteten seither, dass Ratcliffe die Reise nutzte, um den Kreml davor zu warnen, Nato-Mitglieder anzugreifen, sowie um eine düstere Einschätzung der russischen Kriegsanstrengungen und der heimischen Wirtschaft abzugeben.

Die US-Führung wählte absichtlich einen Geheimdienstchef für die Mission. Sie glaubte, die Botschaft würde besser ankommen, wenn sie von Spion zu Spion übermittelt würde.

Steigende nukleare Risiken

Die Warnung könnte wirkungslos geblieben sein. Kreml-Insider sagten Bloomberg, dass die oberste Führung in Bezug auf die Ukraine weiterhin zu keinen Kompromissen bereit sei, selbst wenn Langstreckenangriffe russisches Territorium treffen.

Einige dem Präsidenten nahestehende Persönlichkeiten glauben nun, er könnte unter entsprechendem Druck auf taktische Atomwaffen zurückgreifen. Russland verfügt über mehr als 1.800 taktische Sprengköpfe, riesige Reserven im Vergleich zu westlichen Beständen.

Gleichzeitig erhöht Moskau seine alltägliche Feuerkraft. Der ukrainische Geheimdienst deckte Pläne auf, wonach Russland bis 2027 zehntausend kostengünstige Marschflugkörper bauen wolle, um den Druck an den Frontlinien aufrechtzuerhalten.