Startseite Politik Kritiker zerreißen Ivanka Trumps „Marie Antoinette“-Moment zu Pferde

Kritiker zerreißen Ivanka Trumps „Marie Antoinette“-Moment zu Pferde

Ivanka Trump on a horse
Screendump: Ivanka Trump / X

In wirtschaftlich schweren Zeiten den Kontakt zu den Wählern zu halten, erfordert eine sorgfältige Balance aus Tonlage und Empathie. Ein einziger falscher Schritt in den sozialen Medien kann sofort breitere Empörung auslösen. Wenn eine hochrangige Persönlichkeit im falschen Moment einen luxuriösen Augenblick teilt, folgt der öffentliche Unmut meist auf dem Fuße.

Eine neue Welle von Gegenwind hat die Familie Trump im Netz getroffen. Ivanka Trump teilte ein Video in den sozialen Medien, das sie beim Reiten auf einem Pferd an einem Strand während des Sonnenuntergangs zeigt. Sie hatte den Clip mit dem Hit „Viva la Vida“ von Coldplay unterlegt.

Der Zeitpunkt des Clips zog auf mehreren Plattformen schnell scharfe Kritik auf sich. Raw Story berichtet, dass Kommentatoren den Upload schnell vernichtend bewerteten und auf hohe Benzinpreise sowie breitere wirtschaftliche Sorgen im ganzen Land unter der Führung ihres Vaters hinwiesen.

Die Politikjournalistin Carla Marinucci verglich das Video mit einer modernen Version von Marie Antoinettes berüchtigter Aussage „Sollen sie doch Kuchen essen“. Sie veröffentlichte ihre Reaktion direkt auf X.

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Kritische Kommentare verbreiteten sich online weiter. MeidasTouch-Analyst Ben Meiselas schrieb: „Bro. Diese Leute sind tatsächlich Dämonen.“

Unterdessen fügte der progressive Kommentator Jack Cocchiarella hinzu: „Ich muss diese ganze Familie so dringend im Gefängnis sehen.“

Die Kritiker zum Schweigen bringen

Die First Daughter schien auf die kommende Reaktion vorbereitet zu sein. Der Medienstratege Keith Edwards merkte an, dass sie Nutzer schnell davon abhielt, direkt auf ihr Video zu antworten. Edwards schrieb auf X: „Antworten ausgeschaltet. Sie weiß es.“

Frust kam auch von konservativen Stimmen in den sozialen Medien auf. Die republikanische Podcasterin Melissa Witte stellte den Clip einem anderen Beitrag von Kai Trump gegenüber, der ein luxuriöses Wohnheimzimmer zeigte.

Witte hob den Widerspruch in der Botschaft auf X hervor. „Amerikaner: Wir können uns kein Benzin, kein Essen und keine Studiengebühren leisten“, schrieb sie. „Familie Trump: Hier ist ein Video von Kais Luxus-Wohnheim, Ivanka reitet auf einem Pferd und wir werden auch noch New Mexico und den Ontariosee in ‚Amerika‘ umbenennen.“

Der MAGA-Journalist Eric Spracklen teilte eine ähnliche Empfindung. Er stellte das Video den alltäglichen Kosten gegenüber, indem er direkt über dem Clip schrieb: „Amerikaner: 4 Dollar pro Gallone Benzin bringen mich um.“

Auch politische Gegner schlossen sich dem digitalen Gegenwind an. Das Presseteam des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom postete „OK“ zusammen mit einem Screenshot, der rekordhohe Treibstoffpreise am Labor-Day-Wochenende detailliert beschrieb, verursacht durch Raffinerieprobleme und den Krieg im Iran.

Die Abgeordnete des Bundesstaates Georgia, Ruwa Romman, bot einen anderen Blickwinkel auf den Beitrag. Sie teilte einen Screenshot aus einem Bericht der New York Times über die Tierpolitik des Bundes. Die Überschrift lautete: „Unter Trump gehen geschützte Wildpferde zur Schlachtung.“

Quellen: Raw Story, diverse Beiträge auf X, The New York Times