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Trumps Plan, Stimmen zu kaufen, würde die Steuerzahler 1,03 Billionen Euro kosten

Donald Trump
Ninotnan / Shutterstock.com

Er versprach, dass jeder erwachsene Bürger einen hohen Scheck erhalten würde, wenn die Zwischenwahlen zu seinen Gunsten ausfielen.

Politiker lieben es, in der heißen Wahlkampfphase massive finanzielle Versprechen zu machen.

Doch das Internet vergisst keine früheren Aussagen, und digitale Archive haben die amüsante Angewohnheit, Führungspersönlichkeiten später wieder einzuholen.

Eine kürzlich aufgetauchte Nachricht hat ein Wahlkampfversprechen im Billionen-Dollar-Bereich nun in einen eklatanten Widerspruch verwandelt.

Ein kostspieliges Wahlkampfversprechen

Präsident Donald Trump stellte kürzlich eine massive finanzielle Belohnung für Wähler in Aussicht, sollte seine Partei an der Macht bleiben. Während einer langen Rede auf einem Parteitag schlug er eine direkte Auszahlung an die Öffentlichkeit vor.

In der ersten Nacht des republikanischen Midterm-Parteitags erläuterte der Präsident seinen Plan. Er versprach, dass jeder erwachsene Bürger einen hohen Scheck erhalten würde, wenn die Zwischenwahlen zu seinen Gunsten ausfielen.

„Wenn die Republikaner also gewinnen, gewinnen Sie mit uns, und Sie bekommen 5.000 US-Dollar“, sagte Trump am Mittwoch der Menge. Er fügte hinzu, dass die Auszahlung „Trump-Dividende“ genannt werden würde.

Experten berechneten schnell die massiven Kosten, die mit dieser Idee verbunden wären. Das Committee for a Responsible Federal Budget veröffentlichte am Donnerstag eine Analyse, die schätzte, dass der Vorschlag die amerikanischen Steuerzahler unglaubliche 1,2 Billionen US-Dollar kosten würde.

Echos aus der Vergangenheit

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass der Kongress eine solche Ausgabe genehmigen würde. Doch das schiere Ausmaß des Versprechens veranlasste Internet-Rechercheure, die früheren Social-Media-Aktivitäten des Präsidenten zu durchforsten.

Sie wurden schnell fündig. Ein Beitrag von vor über einem Jahrzehnt tauchte wieder auf und zog sofortige Aufmerksamkeit auf seine aktuelle Plattform.

Im Oktober 2012 hatte Trump in den sozialen Medien seinen damaligen politischen Rivalen kritisiert. Er warf dem amtierenden Präsidenten vor, zu versuchen, Wähler mit öffentlichen Geldern zu kaufen.

„Lasst Obama nicht die Wahl kaufen, indem er den Staaten unbegrenzt kostenloses Geld aushändigt“, schrieb Trump Jahre vor seiner eigenen Präsidentschaft.

Schneller öffentlicher Gegenwind

Laut einem Bericht der HuffPost verschwendeten politische Gegner keine Zeit, die alte Nachricht gegen den Präsidenten zu instrumentalisieren. Online-Kritiker überfluteten schnell die sozialen Netzwerke, um den neu benannten Dividendenplan zu verspotten.

Kommentatoren hoben die krasse Heuchelei zwischen seiner früheren Empörung und seiner aktuellen Strategie hervor. Viele argumentierten, die Situation illustriere perfekt einen eklatanten Doppelmoral bei politischen Ausgaben.

Während die 5.000-US-Dollar-Dividende ein ferner Wahlkampftraum bleibt, kursiert der wieder aufgetauchte Beitrag auch heute noch im Netz. Er beweist, dass der digitale Fußabdruck niemals schläft.

Quellen: HuffPost, Committee for a Responsible Federal Budget