Der Rechtsstreit ist jedoch noch lange nicht beendet, da der Oberste Gerichtshof bereits denselben Fall prüft.
Die Stimmabgabe per Post sollte unkompliziert sein, doch jeder Wahlzyklus bringt eine neue Welle rechtlicher Auseinandersetzungen über die Auszählung der Stimmen mit sich.
Millionen von Amerikanern verlassen sich auf ihre örtliche Post, um ihre Stimme an die Wahlurne zu bringen.
Nun hat ein brisanter Konflikt um die Regeln für diese Papierumschläge einen entscheidenden Wendepunkt erreicht.
Eine klare Ablehnung
Bundesrichter haben eingegriffen, um einen umstrittenen Plan zu stoppen, der darauf abzielte, die Handhabung von Briefwahlunterlagen durch die Post landesweit zu überarbeiten.
Ein dreiköpfiges Berufungsgericht lehnte es am Donnerstag ab, den Weg für die Durchführungsverordnung von Präsident Donald Trump zur Einschränkung der Briefwahl freizumachen. Die Entscheidung bestätigt eine frühere gerichtliche Anordnung, die Postbeamte daran hindert, strenge neue Hürden zu errichten, gerade wenn die Abstimmung beginnt.
Nach den angefochtenen Regeln drohte der Bundespostdienst damit, die Zustellung von Stimmzetteln einzustellen, es sei denn, die lokalen staatlichen Verwaltungen erfüllten spezifische Anforderungen. Die Bundesstaaten müssten eine bundesstaatliche Genehmigung für ihre Umschlagdesigns einholen und Wählerlisten in einem noch nicht aktiven Online-Portal einreichen.
Lokale Wahlbeamte warnten, dass die Einhaltung dieser Bedingungen kurzfristig schlicht unmöglich sei. Dies gelte insbesondere, da Bundesstaaten wie Alabama, North Carolina und Wisconsin bereits begonnen hätten, Stimmzettel an die Bürger zu versenden.
Jenseits der Exekutivgewalt
Das Berufungsgericht, bestehend aus drei Richtern, die vom ehemaligen Präsidenten Joe Biden nominiert wurden, stimmte den Befürwortern des Wahlrechts und den staatlichen Beamten zu, die die Anweisung angefochten hatten. In ihrem Urteil wiesen die Richter darauf hin, dass ein Präsident nicht die Befugnis besitzt, staatliche Wahlrichtlinien zu diktieren.
Laut Associated Press schrieb das Gremium, dass „die Beschwerdeführer nicht überzeugend dargelegt haben, dass das Bezirksgericht bei der Feststellung, dass die endgültige Regel wahrscheinlich rechtswidrig ist, einen Fehler gemacht hat“, und bestätigte damit die zuvor von der US-Bezirksrichterin Indira Talwani erlassene einstweilige Verfügung.
Diese jüngste Gerichtsentscheidung fällt in eine hektische juristische Auseinandersetzung, während sich die gesamte Nation auf die wichtigen Zwischenwahlen vorbereitet.
Der Rechtsstreit ist jedoch noch lange nicht beendet, da der Oberste Gerichtshof bereits denselben Fall prüft. Gleichzeitig drängen separate Klagen von Bürgerrechtsgruppen und demokratischen Führern in Washington darauf, die Durchführungsverordnung dauerhaft aufzuheben.
Quellen: Associated Press