Durchgesickerte Fotos zeigen, wie aktive US-Basen im Nahen Osten von iranischen Angriffen schwer getroffen werden.
Exklusive Foto-Leaks, die CBS News vorliegen, dokumentieren umfangreiche Zerstörungen an kritischen Einrichtungen nach Wellen iranischer Drohnen- und Raketenangriffe.
Vor Ort stationiertes Personal teilte die Bilder anonym, um strenge militärische Medienverbote zu umgehen, und äußerte Frustration über offizielle Briefings.
„Dies sind erhebliche Schäden an unseren Basen, die der amerikanischen Öffentlichkeit nicht mitgeteilt wurden“, sagte ein eingesetzter Soldat gegenüber CBS News. „Wir stehen da mit geschlossenen Augen und bekommen Schläge ins Gesicht.“
Besonders auffällig ist die Zerstörung auf der Prince Sultan Air Force Base in Saudi-Arabien, wo ein Bild einen direkten Treffer zeigt, der den hinteren Teil eines Boeing E-3 Sentry Frühwarnflugzeugs durchschlägt. Das abgetrennte Heckteil liegt neben einem verkohlten Rumpf, der einst wichtige Radar-Ausrüstung für den Flugbetrieb enthielt.
Umliegende Strukturen erzählen eine ähnliche Geschichte. Ausgehöhlte Baracken stehen direkt neben intakten Beton-„T-Wänden“ – Befestigungen, die historisch zur Abwehr von Mörsergranaten gebaut wurden, sich aber als völlig nutzlos gegen moderne Luftwaffen erwiesen.
Milliardenverluste in acht Gastländern
Aufnahmen aus Camp Buehring in Kuwait zeigen ebenfalls schwere Zerstörungen auf den Bereitstellungsplätzen für Bodentruppen und gepanzerte Fahrzeuge.
Neue Erkenntnisse des Generalinspektors des Verteidigungsministeriums offenbaren Ausrüstungsverluste von bis zu 3,7 Milliarden US-Dollar, wobei fast 60 Flugzeuge beschädigt oder zerstört wurden. Obligatorische Berichte an den Kongress bestätigen, dass iranische Angriffe auf Basen in Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Irak, Oman und Jordanien stattfanden.
Pentagon-Beamte lehnten eine öffentliche Stellungnahme zu der Angelegenheit ab.
Soldaten vor Ort wiesen frühere offizielle Versuche, die eingehenden Angriffe zu verharmlosen, zurück und verwiesen auf die Kommentare von Verteidigungsminister Pete Hegseth nach einem tödlichen Angriff am 1. März im Hafen von Shuaiba in Kuwait, bei dem sechs amerikanische Soldaten ums Leben kamen.
„Das sind keine ‚Ausreißer‘, die durchkommen“, fügte der Soldat hinzu. „Wir verteidigen diese Basen nicht. Wir sehen nur zu, wie sie zerstört werden.“
Veraltete Befestigungsstrategien zwingen Verteidigungsexperten dazu, die Unterbringung von Truppen in Übersee-Installationen neu zu überdenken.
Herkömmliche Betonbarrieren bieten keinerlei Schutz, wenn gelenkte Drohnen von oben herabstürzen. Die Behebung dieser Verteidigungsschwachstellen wird massive Investitionen in Luftabwehrsysteme erfordern, wenn Übersee-Einrichtungen zukünftigen Luftoffensiven standhalten sollen.