Einem neuen, obligatorischen Bericht zufolge, dem ersten seiner Art, gehen die amerikanischen Munitionsbestände gefährlich zur Neige.
Der Krieg gegen den Iran verbraucht amerikanische Munition in rasendem Tempo. Aufsichtsbehörden schlagen Alarm.
Laut einem AFP-Bericht über eine obligatorische Überprüfung, die dem Kongress vorgelegt wurde, kostete die Operation Epic Fury (OEF) – der Name für den Krieg der Vereinigten Staaten mit Israel gegen den Iran – zwischen Ende Februar und Juni 33,4 Milliarden US-Dollar.
Über 22 Milliarden US-Dollar entfielen allein auf verbrauchte Munition.
Bestände gehen zur Neige
Der hohe Munitionsverbrauch führte zu gefährlichen Lücken in den Lagerbeständen.
„Der Munitionsverbrauch bei OEF hat zu strategischen Bestandsengpässen geführt und Engpässe in der industriellen Basis für die Munitionsnachlieferung offengelegt“, heißt es in dem Bericht.
Militärführer im Pentagon suchen fieberhaft nach schnellen Lösungen. Beamte „arbeiten daran, Beschaffungsprozesse und Produktionsvorlaufzeiten zu optimieren und kritische Materialien, Komponenten und ausgewählte Munition zu bevorraten“, heißt es in dem Bericht, obwohl die Erweiterung der Fabrikproduktion „erhebliche Vorlaufzeiten“ erfordere.
Trump behauptet das Gegenteil
Diese offiziellen Feststellungen widersprechen Behauptungen, die direkt aus dem Weißen Haus kommen. Präsident Donald Trump hat diese Bedenken kategorisch zurückgewiesen und darauf bestanden, dass die Lagerbestände „praktisch unbegrenzt“ seien.
Er bekräftigte dies online. Auf Truth Social behauptete er, das Land stelle mehr Elitewaffen her als je zuvor, doch Berichte von CNN zeigen, dass Planer bereits fast 80 % der wichtigen THAAD-Abfangraketen aufgebraucht haben.
Die Krise reicht weit über Washington hinaus. Ausländische Verbündete, die sich auf amerikanische Verteidigungsabkommen verlassen, darunter die Ukraine und Taiwan, stehen nun vor großer Unsicherheit bezüglich bevorstehender Waffenlieferungen.
Während die Ukraine und Taiwan bei wichtigen Waffen möglicherweise leer ausgehen, verkauften die USA gerade 40.000 Bomben im Wert von bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar an Israel.
Auch amerikanische Ausrüstung hat gelitten
Nicht nur die Munition der US-Streitkräfte geht zur Neige. Vier F-15-Kampfflugzeuge und bis zu 30 Reaper-Drohnen wurden im Kampf zerstört, zudem wurden mehrere Tankflugzeuge und ein Tarnkappenjet beschädigt.
Iranische Streitkräfte schlugen im gesamten Nahen Osten aggressiv zurück. Angriffe haben Hunderte von US-Stützpunkten in Kuwait, Katar und Saudi-Arabien beschädigt.
Darüber hinaus wurden sieben US-Soldaten im Einsatz getötet und 417 verletzt.