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Bomben verkaufen sich, Frieden nicht: Trump übergeht Kritiker, um 40.000 Megabomben in den Nahen Osten zu schicken

Donald Trump Bomb
Dsns.gov.ua, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons + Screendump: CNBC / KI-generiert

Entscheidungen, die in Washington getroffen werden, wirken oft Tausende von Kilometern entfernt in komplexen globalen Konfliktgebieten nach. Seit Jahrzehnten prägen massive Militärhilfepakete stillschweigend ausländische Allianzen und lösen gleichzeitig intensive Debatten über die Sicherheit der Zivilbevölkerung aus. Nun wird eine weitere Lieferung schwerer Waffen trotz heftigen Widerstands im Kongress vorangetrieben.

Die Trump-Regierung hat einen umstrittenen Verkauf von 40.000 schweren Bomben an Israel genehmigt. Anonyme US-Beamte bestätigten diesen Schritt gegenüber der Washington Post, mit zusätzlicher Bestätigung durch die New York Times.

Das Paket umfasst 20.000 MK-84-Munitionsstücke und 20.000 BLU-117-Sprengkörper, wobei jede Bombe fast 907 Kilogramm wiegt. Das Geld der amerikanischen Steuerzahler wird den Kauf über das Foreign-Military-Financing-Programm decken.

Humanitäre Organisationen haben den Einsatz dieser massiven Sprengköpfe in dicht besiedelten Städten wiederholt verurteilt. Beim Aufprall fliegen Metallsplitter Hunderte von Metern weit, während die Explosion dicken Stahlbeton durchschlägt.

Präsident Joe Biden hatte Lieferungen dieser spezifischen schweren Waffen im Jahr 2024 wegen Bedenken hinsichtlich ziviler Opfer in Gaza zuvor gestoppt. Präsident Donald Trump hob diese Sperre kurz nach seinem Amtsantritt Anfang 2025 auf.

Kampf im Kongress

Führende Gesetzgeber bereiten sich bereits darauf vor, die Transaktion anzufechten. Der Abgeordnete Gregory Meeks, der führende Demokrat im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses, kündigte am Mittwoch offiziell seinen Widerstand gegen den Vorschlag an.

Meeks betonte, dass der Kongress die Pflicht habe, sicherzustellen, dass die von den USA finanzierten Waffen legal und verantwortungsvoll eingesetzt werden. Seine Haltung unterstreicht die wachsende Frustration unter den Demokraten, die strengere Beschränkungen für Waffenlieferungen ins Ausland fordern.

Doch die Einstellung der Lieferung bleibt ein schwieriges Unterfangen. Außenminister Marco Rubio kann Notstandsverfahren anwenden, um die legislative Prüfung zu umgehen – ein Manöver, das frühere Regierungen genutzt haben, um Waffenverkäufe durchzusetzen.

Die Aufhebung eines präsidialen Vetos würde eine Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern des Kongresses erfordern, was in einem tief gespaltenen Kongress eine hohe Hürde darstellt.

Sich wandelnde politische Strömungen

Der Konflikt bricht aus, während die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten einen großen politischen Wandel durchläuft.

Laut aktuellen Gallup-Daten sympathisieren 41 Prozent der Amerikaner inzwischen stärker mit den Palästinensern, während 36 Prozent die Israelis bevorzugen. Dies markiert eine historische Umkehrung der traditionellen Umfragetrends der letzten Jahrzehnte.

Sogar prominente konservative Stimmen wie Tucker Carlson und die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene haben scharfe Kritik an den Ausgaben für Auslandskriege geäußert. Angesichts der näher rückenden Zwischenwahlen entwickelt sich die Militärhilfe für den Nahen Osten rasch zu einem wichtigen Wahlkampfthema.

Quellen: The Washington Post, The New York Times, Gallup