Während der Winter an der Front immer härter wird, haben sich die Gesundheitsbedingungen in russischen Einheiten deutlich verschlechtert.
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Berichte aus Partisanennetzwerken beschreiben eine zunehmende Krankheitswelle, die kampfmüde Truppen schwächt, die bereits durch lange Einsätze und Versorgungsengpässe belastet sind.
Die neuesten Meldungen deuten auf einen schweren Grippeausbruch im Gebiet Cherson hin, was den Druck auf den Kreml wegen des Zustands seiner Streitkräfte weiter erhöht.
Verschlechterte Bedingungen
Nach Angaben der militärischen Partisanenbewegung ATESH hat eine „katastrophale Zunahme“ von Grippe- und Atemwegserkrankungen die 127. Separate Aufklärungsbrigade sowie mehrere andere Einheiten in der Region getroffen.
Die Gruppe berichtet, dass Soldaten seit Monaten in kalten, feuchten Unterständen leben – ohne ausreichende medizinische Versorgung oder Heizung.
ATESH erklärte, dass die Kommandeure die sich verschlechternde Lage ignorierten und die Truppen trotz sinkender Temperaturen angewiesen hätten, ihre Positionen nicht zu verlassen.
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Ganze Züge sollen erst dann in Feldlazarette gebracht werden, wenn ihr Zustand bereits kritisch ist – ein Umstand, den die Bewegung als Beweis für „kriminelle Gleichgültigkeit“ bezeichnet.
Krankheit entlang der gesamten Front
ATESH zufolge sind die Probleme nicht auf einen Abschnitt begrenzt.
Mangel an warmer Kleidung, Lebensmitteln und Medikamenten wird aus mehreren Regionen gemeldet, was die Soldaten anfälliger für saisonale Krankheiten macht.
Mit dem Fortschreiten des Winters warnte die Bewegung, dass sich die Lage „nur weiter verschlechtern“ werde.
Der Ausbruch fällt zudem in eine Phase weiterer Belastungen für Russlands militärische Infrastruktur.
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Berichte dieser Woche deuten darauf hin, dass Teile der Rüstungsindustrie trotz staatlicher Anreize zunehmend unter Schulden, ausbleibenden Zahlungen und sinkender Produktion leiden.
Wachsende finanzielle Belastung
Der Kreml hat finanzielle Boni angeboten, um Rekruten für den Einsatz in der Ukraine zu gewinnen, doch regionale Haushalte können diese Verpflichtungen immer weniger erfüllen.
Im Fernen Osten Russlands haben die Behörden in Jakutien die Zahlungen an eingezogene Soldaten eingestellt.
In einem Fernsehinterview bestätigte der Finanzminister der Region, Iwan Aleksejew, die Suspendierung und sagte: „Leider haben wir diese Situation tatsächlich.“
Lokale Beamte in mehreren Regionen warnen vor steigenden Schulden, da Ausgaben für Mobilisierung und Krieg die Einnahmen übersteigen – ein weiterer Faktor, der Moskaus Versuch belastet, einen langwierigen Konflikt durchzuhalten.