Er sagte außerdem, dass er keine internationalen Gesetze brauche, da seine eigene Moral und sein eigener Verstand die einzigen Instanzen seien, die ihn aufhalten könnten.
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Die vergangene Woche hat die Bühne für eine diplomatische Krise mit hohem Einsatz zwischen den USA, Grönland und Dänemark bereitet, nachdem Donald Trump seinen Wunsch wiederbelebt hat, Grönland zu einem Teil der USA zu machen.
Am Montag sagte der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses für Politik und Berater für Heimatschutz, Stephen Miller, in einem Interview mit CNN, Grönland sollte „offensichtlich Teil der USA sein“, und stellte damit die international anerkannte Kontrolle Dänemarks über Grönland infrage.
Einige Tage später erklärte US-Außenminister Marco Rubio gegenüber Reportern, dass er sich in der kommenden Woche mit Vertretern Dänemarks und Grönlands treffen werde. Der dänische Botschafter in den USA, Jesper Møller Sørensen, sowie ein Vertreter Grönlands führen dieser Tage ebenfalls ein Treffen nach dem anderen mit US-Vertretern.
Doch gestern goss Donald Trump weiteres Öl ins ohnehin bereits lodernde diplomatische Feuer.
NATO oder Grönland
In einem Interview mit der New York Times sagte der Präsident der Vereinigten Staaten, es „könnte eine Entscheidung sein“ zwischen dem Erhalt der NATO und der Übernahme der Kontrolle über Grönland, als er gefragt wurde, welche der beiden Optionen für ihn die wichtigste sei.
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Die USA verfügen bereits über eine breite Palette an Möglichkeiten hinsichtlich einer militärischen Präsenz auf der größten Insel der Welt, doch für Trump scheint Eigentum der entscheidende Punkt zu sein.
„Ich denke, dass Eigentum einem Dinge ermöglicht, die man mit einem Pachtvertrag oder einem Abkommen nicht erreichen kann. Eigentum verschafft einem Möglichkeiten und Elemente, die man nicht allein durch die Unterzeichnung eines Dokuments erhält“, sagte er.
„Ich brauche kein internationales Recht“
Das Völkerrecht besagt, dass Grönland Teil des Königreichs Dänemark ist, doch Trump sagte der Times, dass er sich nicht an internationales Recht gebunden fühle.
Stattdessen erklärte er, es seien seine eigene Moral und sein eigener Verstand, die ihn als Einziges aufhalten könnten, wie er es formulierte.
Anfang dieser Woche schrieb Trump auf Truth Social, dass die NATO für die USA da sein werde, wenn die Vereinigten Staaten Unterstützung benötigten. Er fügte hinzu: „Wir werden immer für die NATO da sein.“
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Artikel 5 der NATO, auch bekannt als der Musketierseid, wurde in der Geschichte bislang nur ein einziges Mal aktiviert, als das Bündnis beschloss, ihn nach den Anschlägen vom 11. September auszulösen.
Quellen: The New York Times, Politico, Reuters, Truth Social

