Startseite Sport Nach Horror-Sturz: Grünes Licht für Olympia-Abfahrt

Nach Horror-Sturz: Grünes Licht für Olympia-Abfahrt

Winter Olympics
Eug Png / Shutterstock

Ein Zwischenfall im Abfahrtstraining sorgte für Aufsehen im österreichischen Team.

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Noch vor der entscheidenden Olympia-Abfahrt in Bormio stand plötzlich die Gesundheit eines ÖSV-Läufers im Mittelpunkt. Nach bangen Minuten folgte am Abend vorsichtige Entwarnung aus dem österreichischen Team.

Medizinische Einschätzung

Wie der ORF berichtet, erhielt ÖSV-Abfahrer Daniel Hemetsberger am Donnerstagabend die Startfreigabe für die Abfahrt am Samstag. Teamarzt Lukas Negrin erklärte, dass der 34-Jährige zwar Schmerzen habe, aktuell aber nichts gegen einen Start spreche.

„Durch seinen heftigen Einschlag spürt er den einen oder anderen Teil des Bewegungsapparats. Er wird jetzt physiotherapeutisch behandelt, braucht jetzt ein bisschen Ruhe. Aber aus heutiger Sicht spricht nichts gegen einen Start am Samstag“, sagte Negrin.

Wie die Kronen Zeitung berichtet, sei eine Gehirnerschütterung ausgeschlossen worden, ein Aufenthalt im Krankenhaus sei nicht nötig gewesen.

Was im Training passierte

Wie der ORF berichtet, war Hemetsberger im zweiten Abfahrtstraining auf der Stelvio-Piste bei hoher Geschwindigkeit zu Sturz gekommen. In einer Kurve verlor er die Kontrolle, touchierte eine Torstange und prallte in den Fangzaun. Dabei verlor er sogar den Helm und blutete stark aus der Nase.

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Der Airbag löste aus, Hemetsberger stand rasch wieder auf und fuhr nach kurzer Zeit selbst ins Ziel. Gröbere Verletzungen blieben ihm laut dem ORF offenbar erspart, Schrammen im Gesicht zeugten jedoch vom heftigen Einschlag.

Hemetsberger selbst

Im ORF-Interview schilderte der Oberösterreicher seine ersten Eindrücke nach dem Sturz. „Es geht mir relativ gut. Ich war Gott sei Dank nicht ohnmächtig und habe den ganzen Sturz live miterlebt. Ich weiß auch noch alles. Das ist einmal gut, weil mich hat es doch ziemlich auf die Birne gehaut“, sagte er.

Zum Unfallhergang meinte Hemetsberger: „Blöd war, dass ich das Außentor genau mit dem Gesicht getroffen habe.“ Zudem sprach er von leichten Beschwerden im rechten Knie, wollte aber die weitere Entwicklung abwarten.

Reaktionen und Ausblick

Die Kronen Zeitung berichtet ergänzend, dass Hemetsberger sich am Abend in seinem Zimmer erholte. Teamkollege Vincent Kriechmayr zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: „Der Hemme ist ein Stier. Jeder weiß, dass er gut beieinander ist und gut zurückkommen wird.“

Nach jetzigem Stand deuten die Einschätzungen also darauf hin, dass Hemetsberger den Trainingssturz ohne nachhaltige Folgen überstanden hat. Die endgültige Entscheidung über seinen Start soll dennoch vom weiteren körperlichen Verlauf abhängen.

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Quellen: Kronen Zeitung, ORF