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US-Beamter sagt, könig könnte bei besuch in einem zelt empfangen werden

King Charles in London
Shutterstock

Pläne zur Neugestaltung eines Teils des Weißen Hauses haben in Washington eine Debatte darüber ausgelöst, wie die Vereinigten Staaten ausländische Staats- und Regierungschefs empfangen. Beamte warnen, dass die derzeitigen Regelungen Gefahr liefen, im Ausland ein falsches Bild zu vermitteln.

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Das Thema kam während Diskussionen über einen umfassenden Renovierungsvorschlag auf, der von Donald Trump unterstützt wird.

Umbau in der Kritik

Bei einer Sitzung der National Capital Planning Commission erörterten Beamte Pläne zum Abriss und Wiederaufbau des Ostflügels des Weißen Hauses. Befürworter des Projekts argumentieren, die bestehenden Einrichtungen seien veraltet und für große Staatsveranstaltungen zu begrenzt.

Der Stabssekretär des Weißen Hauses, Will Scharff, erklärte, der East Room könne keine großen diplomatischen Zusammenkünfte aufnehmen, sodass Organisatoren auf provisorische Zelte auf dem South Lawn ausweichen müssten.

Josh Fisher, Direktor für Management und Verwaltung im Weißen Haus, sagte dem Gremium laut The Express, dass alternde Dachkonstruktionen und veraltete elektrische Anlagen eine vollständige Neuentwicklung zur wirtschaftlichsten Option machten.

Ein königliches Beispiel

Während der Diskussion führte Scharff den geplanten Staatsbesuch von König Charles in den Vereinigten Staaten im April als Beispiel für das Problem an. Nach Angaben des Express warnte er, dass hochrangige Gäste bei Veranstaltungen in temporären Strukturen möglicherweise auf mobile Toiletten angewiesen wären.

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„Ich finde es bemerkenswert, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bei einem Besuch im Vereinigten Königreich auf Schloss Windsor empfangen wird“, sagte Scharff.

„Und wenn der König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland in die Vereinigten Staaten kommt, wird er aller Wahrscheinlichkeit nach in einem Zelt auf dem South Lawn mit mobilen Toiletten empfangen.

„Das ist aus meiner Sicht kein gutes Bild für die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Vorschlag für einen Ballsaal

Um das Problem zu lösen, hat Trump vorgeschlagen, den Ostflügel durch einen großen Ballsaal für offizielle Anlässe zu ersetzen. Der Architekt Shalom Baranes sagte der Kommission, der neue Raum werde etwa 22.000 Quadratfuß groß sein und Platz für bis zu 1.000 Gäste bieten.

Die Pläne sehen außerdem eine zweigeschossige Kolonnade vor, die den Ballsaal mit dem East Room verbindet, sodass Veranstaltungen künftig in Innenräumen und nicht mehr in provisorischen Außenanlagen stattfinden können.

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Der Abriss des Ostflügels hatte bereits begonnen, als Trump das Projekt im vergangenen Oktober bestätigte.

Zeitplan und Bedenken

Nach Angaben von Reuters soll die umfassendere Neuentwicklung eine Fläche von mehr als 89.000 Quadratfuß umfassen und vor dem Ende von Trumps Amtszeit im Jahr 2029 abgeschlossen sein.

Der Vorschlag hat aus einigen Kreisen Kritik wegen möglicher Auswirkungen auf den historischen Gebäudekomplex des Weißen Hauses hervorgerufen. Befürworter argumentieren jedoch, die Veränderungen seien notwendig, um die Einrichtungen zu modernisieren und den Empfang ausländischer Würdenträger zu verbessern.

Der Besuch von König Charles ist offiziell nicht mit den Bauplänen verknüpft worden, doch Beamte erklären, er verdeutliche die breiteren diplomatischen Dimensionen der Debatte um die Neugestaltung.

Quellen: Express, Reuters

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