Prinz Harry steht kurz vor einer wichtigen Entscheidung in seinem jahrelangen Rechtsstreit um Polizeischutz im Vereinigten Königreich.
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Der Herzog von Sussex fordert automatisch bewaffneten Personenschutz, sobald er sich mit seiner Familie in Großbritannien aufhält. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet.
Harry argumentiert, dass ohne garantierten Schutz Besuche im Heimatland zu riskant seien – insbesondere mit seinen Kindern Archie und Lilibet.
Kritiker hingegen sehen die Forderung als unvereinbar mit seinem Rückzug aus dem aktiven Königshaus im Jahr 2020.
Wer zahlt für Sicherheit?
Bewaffneter Polizeischutz wird in Großbritannien in der Regel nur sogenannten „arbeitenden Royals“ gewährt – und auch dann nur im Rahmen offizieller Termine.
Harry und Meghan nehmen keine royalen Pflichten mehr wahr, würden aber im Erfolgsfall dennoch rund um die Uhr geschützt werden. Die Kosten trüge der Steuerzahler.
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Gerade dieser Punkt sorgt für politische und öffentliche Debatten. Befürchtet wird, dass ein positives Urteil die Grenze zwischen privatem Leben und königlichen Privilegien erneut verwischen könnte.
Bedingte Unterstützung aus unerwarteter Richtung
Die britische Journalistin Sarah Vine hat sich dennoch unter einer klaren Voraussetzung für staatlich finanzierten Schutz ausgesprochen. In einer Kolumne schrieb sie:
„Es gibt nur einen einzigen Fall, in dem es akzeptabel wäre, dass der Steuerzahler Meghans Anwesenheit auf dieser Insel bezahlt – nämlich wenn sie Archie und Lilibet zu Besuchen bei ihren britischen Verwandten begleitet.“
Vine betonte, dass die Situation der Kinder besondere Rücksicht verdiene. Archie sei sechster in der Thronfolge, und es sei „schlicht falsch“, dass er und seine Schwester ihre Cousins bislang nicht kennengelernt hätten.
Zugleich stellte sie klar: Abgesehen davon solle Meghan „wie jeder andere Prominente ihre Sicherheit selbst bezahlen“.
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Mehr als ein Einzelfall
Für Harry, heute 41 Jahre alt, bleibt Sicherheit nach eigenen Angaben der Hauptgrund, warum er seine Kinder selten nach Großbritannien bringt.
Ein Urteil zu seinen Gunsten könnte diese Hürde senken – würde aber zugleich eine Grundsatzdebatte über staatliche Verantwortung und royale Sonderrechte neu entfachen.
Quelle: Mirror