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Zwei tödliche Gewalttaten binnen kurzer Zeit in Österreich

Zwei tödliche Gewalttaten binnen kurzer Zeit in Österreich
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Binnen kurzer Zeit wurden in Österreich zwei tödliche Gewalttaten gegen Frauen bekannt. Obwohl die Fälle unabhängig voneinander sind, lenken sie den Blick auf wiederkehrende Muster in Beziehungsdelikten und auf die Arbeit der Ermittlungsbehörden.

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In der Steiermark wurde der Tod einer 34-jährigen Frau bestätigt, nachdem sie zuvor als vermisst gegolten hatte. Wie die Kronen Zeitung berichtet, führten polizeiliche Ermittlungen, die mehrere Ansatzpunkte kombinierten, schließlich zu einem Mann aus ihrem persönlichen Umfeld.

Der Verdächtige, ein Beamter des Einsatzkommandos Cobra, machte im Laufe der Befragungen Angaben, die den Fund der Leiche ermöglichten.

Die Behörden erklärten, dass der Tod der Frau nun zweifelsfrei feststehe. Zu Tatort, Motiv und genauer Abfolge der Ereignisse äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft bislang nur eingeschränkt. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft, die Ermittlungen dauern an.

Zeitliche Nähe

Nahezu zeitgleich wurde in Niederösterreich ein weiteres Tötungsdelikt bekannt. Wie die Kronen Zeitung in einem weiteren Beitrag berichtet, gestand ein Mann, seine 36-jährige Partnerin getötet zu haben. Die Tat soll mehrere Tage zurückgelegen haben, bevor Ermittlungen eingeleitet wurden.

Auslöser war eine externe Anzeige, nach der sich der Mann selbst an die Polizei wandte. Erst dadurch kam der Fall offiziell ans Licht. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit die genauen Umstände sowie den zeitlichen Ablauf.

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Unterschiedliche Ausgangslagen

Beide Fälle zeigen unterschiedliche Ermittlungsanfänge: In der Steiermark stand zunächst eine Vermisstenmeldung im Zentrum, in Niederösterreich fehlte diese Phase vollständig. Zudem war der niederösterreichische Verdächtige laut Bericht bereits zuvor wegen Gewaltvorfällen bekannt, während im steirischen Fall andere Aspekte im Fokus der Behörden stehen.

Gemeinsam ist beiden Verfahren, dass sie im privaten Nahbereich angesiedelt sind und erst durch Geständnisse entscheidend vorangebracht wurden.

Offene Fragen

In beiden Bundesländern stehen weitere Ermittlungsschritte an.

Der zeitliche Zusammenhang der beiden Fälle verstärkt die öffentliche Aufmerksamkeit, ändert jedoch nichts an der getrennten rechtlichen Aufarbeitung.

Quelle: Kronen Zeitung

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