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Gates: KI könnte allen rund um die Uhr medizinische Beratung ermöglichen

Gates: KI könnte allen rund um die Uhr medizinische Beratung ermöglichen
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Bill Gates sagt, KI könne hochwertige medizinische Beratung „ständig verfügbar“ machen – jedoch nur, wenn Fragen der Zuverlässigkeit, Aufsicht und Zugangsungleichheiten zuvor gelöst werden.

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Bill Gates setzt darauf, dass KI das Gesundheitswesen verändern wird – nicht nur in Laboren, sondern auch in der alltäglichen Versorgung, einschließlich in Ländern mit einem Mangel an Ärzten und Pflegekräften.

In seinem Schreiben auf gatesnotes erklärt er, KI könne die Entwicklung neuer Behandlungen beschleunigen und zugleich dabei helfen, Versorgung direkt bereitzustellen, sofern Systeme so aufgebaut sind, dass medizinisches Fachpersonal Ergebnisse überprüfen und übersteuern kann.

Von der Entdeckung zur Versorgung

Gates verweist auf eine sich schnell entwickelnde Pipeline mit Fortschritten in Diagnostik und Prävention und argumentiert, dass KI helfen könne, Lücken bei Kosten, Qualität und Zugang zu schließen.

Er sagt zudem, dass er selbst bereits KI-Tools nutzt, um seine eigene Gesundheit besser zu verstehen, und stellt sich vor, dass vergleichbare Unterstützung für Patienten und Leistungserbringer zur Routine wird.

Zuerst abgelegene Kliniken

Ein zentrales Versprechen, schreibt Gates, sei das Erreichen von Regionen mit Personalmangel: KI-Tools, die Gesundheitsfachkräfte in abgelegenen Kliniken dabei unterstützen, mehr Menschen zu versorgen – mit Sprachunterstützung, die auch weniger verbreitete afrikanische Sprachen einschließt.

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Dieser Schwerpunkt entspricht den Leitlinien der WHO, die betonen, dass KI im Gesundheitswesen eine starke Governance, Sicherheitsprüfungen, Datenschutz und klare Verantwortlichkeiten erfordert, insbesondere in ressourcenarmen Umgebungen.

Was stimmen muss

Gates macht deutlich, dass die Technologie noch nicht „so weit“ ist. Zuverlässigkeit und die Integration in klinische Abläufe seien die größten Engpässe, und er sagt, Regierungen müssten die Umsetzung anführen, damit Marktmechanismen ärmere Gesundheitssysteme nicht zurücklassen.

Die WHO hat Leitlinien zu Ethik und Governance von KI im Gesundheitswesen veröffentlicht, und neuere WHO-Empfehlungen befassen sich mit Risiken und Steuerungsanforderungen für generative KI im medizinischen Kontext. Sie unterstreichen dieselbe Botschaft: KI kann helfen, muss jedoch kontrolliert, bewertet und überwacht werden.

Quellen: gatesnotes, WHO

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