Es geschah im selben Bundesstaat während einer sogenannten „gezielten Verkehrskontrolle“.
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Die Spannungen in Minneapolis haben sich in dieser Woche erneut verschärft, nachdem eine Konfrontation mit Bundesbeamten der Einwanderungsbehörden eine weitere Person verletzt zurückließ. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund wachsender Wut und anhaltender Proteste in der gesamten Stadt.
Behördenvertreter legten widersprüchliche Darstellungen vor, während Demonstrierende erneut auf die Straßen zurückkehrten und die Stadtführung warnte, die Lage drohe außer Kontrolle zu geraten.
Zunehmende Spannungen
Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security, DHS) führten Bundesbeamte am Mittwoch eine sogenannte gezielte Verkehrskontrolle durch, als ein venezolanischer Staatsangehöriger ins Bein geschossen wurde.
Das DHS erklärte, der Mann habe sich der Festnahme widersetzt und einen Beamten der Einwanderungsbehörde ICE angegriffen.
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Nach Angaben von CBS News erklärten Behördenvertreter, der Beamte sei vor der Schussabgabe mit einer Schaufel angegriffen worden. Das DHS teilte mit, zwei weitere Personen seien anschließend aus einem nahegelegenen Wohngebäude gekommen und hätten sich mutmaßlich an der Auseinandersetzung beteiligt.
„Aus Angst um sein Leben und seine Sicherheit, da er von drei Personen angegriffen worden sei, habe der Beamte Schüsse zur Selbstverteidigung abgegeben“, erklärte das Ministerium und fügte hinzu, dass „beide Angreifer in Gewahrsam sind“.
Die Redaktion konnte die Darstellungen zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Proteste kehren zurück
Der angeschossene Mann wurde mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht; auch ein ICE-Beamter wurde behandelt, teilte das DHS mit. Der Polizeichef von Minneapolis, Brian O’Hara, sagte, es sei in der Nähe des Tatorts zu Zusammenstößen gekommen, bei denen Beamte mit Feuerwerkskörpern, Eis und Schneebällen beworfen worden seien.
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Stadtvertreter riefen zur Ruhe auf. „Wir verstehen, dass es Wut gibt. Wir bitten die Öffentlichkeit, ruhig zu bleiben“, erklärten die Behörden von Minneapolis auf X und forderten erneut, dass ICE die Stadt und den Bundesstaat verlassen solle.
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In den vergangenen Wochen wurden rund 3.000 Bundesbeamte in den Bundesstaat entsandt.
Die tödliche Schießerei in der vergangenen Woche
Die Unruhen halten an, seit ein ICE-Agent am 7. Januar die 37-jährige Renee Nicole Good tödlich erschoss.
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Nach Angaben lokaler Verantwortlicher fungierte Good als rechtliche Beobachterin der ICE-Aktivitäten.
Die Trump-Regierung erklärte, der Agent habe in Notwehr gehandelt – eine Darstellung, die von lokalen Behörden bestritten wird.
Videoaufnahmen zeigen, wie Beamte sich einem Auto nähern, bevor Schüsse fallen. Das FBI ermittelt.
Quellen: BBC, DHS, CBS News, X

