Pläne für eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond haben einen bedeutenden Schritt nach vorn gemacht. US-Beamte erklärten, dass Vorbereitungen für ein Projekt im Gange seien, das die Energieversorgung künftiger Mondmissionen grundlegend verändern könnte.
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Die Initiative ist mit langfristigen Zielen im Rahmen von NASAs Artemis-Programm verbunden, das darauf abzielt, über kurze Besuche hinauszugehen und dauerhafte Infrastruktur auf dem Mond zu errichten.
Zieljahr 2030
Nach Angaben von WPTech beabsichtigen die Vereinigten Staaten, bis 2030 einen Kernreaktor auf dem Mond zu platzieren. Die NASA hat bestätigt, dass die Arbeiten an dem Projekt voranschreiten und der Zeitplan weiterhin realistisch ist.
Der Reaktor soll eine unabhängige Energieversorgung für künftige Mondbasen gewährleisten und damit langfristige Aktivitäten auf der Oberfläche unterstützen. Der Plan ist Teil umfassenderer Bemühungen, eine kontinuierliche amerikanische Präsenz auf dem Mond sicherzustellen.
Die NASA entwickelt seit mehreren Jahren Technologien zur autonomen Energieerzeugung, wobei der Reaktor nun als zentraler Baustein dieser Bestrebungen gilt.
Langjährige Zusammenarbeit
WPTech berichtete, dass die NASA und das US-Energieministerium seit mehr als 50 Jahren bei nuklearen Technologien im Weltraum zusammenarbeiten. Radioisotopen-Thermoelektrische Generatoren haben bereits Missionen wie die Raumsonde Cassini sowie die Rover Curiosity und Perseverance mit Energie versorgt.
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Offizielle Stellen erklärten, die aus diesen Projekten gewonnenen Erfahrungen würden bei der Entwicklung der nächsten Generation von Energiesystemen für bemannte Tiefraum-Missionen eine wichtige Rolle spielen.
US-Energieminister Chris Wright sagte, frühere amerikanische Errungenschaften – vom Manhattan-Projekt bis zum Apollo-Programm – hätten den Grundstein für Fortschritte gelegt, die einst als unmöglich galten, und das neue Mondprojekt setze diese Tradition fort.
Politische Unterstützung
Im Dezember unterzeichnete US-Präsident Donald Trump laut WPTech eine Durchführungsverordnung, mit der der Bau einer Mondbasis noch vor Ende des Jahrzehnts angeordnet wurde.
Nach dem aktuellen Zeitplan muss der Kernreaktor spätestens bis 2030 startbereit für den Transport zum Mond sein. Er soll die für langfristige Missionen an der Einrichtung benötigte Energie liefern.
Die NASA und das Energieministerium haben inzwischen eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der sie ihr gemeinsames Engagement für das Projekt bekräftigen.
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Energie für Dauerhaftigkeit
Der neue NASA-Administrator Jared Isaacman räumte ein, dass der Aufbau einer bemannten Mondbasis eine nukleare Energieversorgung vor Ort erfordern werde. Ein solches System sei unerlässlich, wenn die Behörde eine dauerhafte menschliche Präsenz ernsthaft anstrebe.
Von WPTech zitierte Experten argumentieren, dass Kernenergie die praktikabelste Lösung für Langzeitbasen auf dem Mond oder dem Mars sei. Im Gegensatz zur Solarenergie können Reaktoren über viele Jahre hinweg kontinuierlich betrieben werden, ohne nachgetankt zu werden, und sind weder von Dunkelheit noch von Wetterbedingungen abhängig.
Quellen: WPTech