Der Winter 2026 zeigt sich ungewöhnlich vielschichtig. Während manche Regionen mit akuter Lebensgefahr kämpfen, erleben andere seltene Naturphänomene, die den Himmel erleuchten oder weltbekannte Orte in riskante Zonen verwandeln.
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Berichte aus Europa und Asien verdeutlichen, wie stark Wetterereignisse derzeit in den Alltag eingreifen und wie unterschiedlich ihre Folgen ausfallen können.
Gefahr im Alltag
Besonders dramatisch ist die Lage im russischen Fernen Osten. Auf der Halbinsel Kamtschatka haben extreme Schneefälle ganze Wohngebiete lahmgelegt. N-tv berichtet unter Berufung auf regionale Behörden, dass in der Stadt Petropawlowsk-Kamtschatski zwei Männer starben, nachdem Schneemassen von Dächern herabgestürzt waren.
Der Ausnahmezustand gilt dort seit mehreren Tagen. Meteorologen sprechen von Schneemengen, wie sie sonst nur über Monate hinweg fallen. Teilweise seien Bewohner in ihren Häusern eingeschlossen gewesen, Rettungskräfte und freiwillige Helfer mussten Zugänge freischaufeln.
Auch Russlands Hauptstadt Moskau ist betroffen. Laut n-tv registrierten Meteorologen dort einen der stärksten Schneestürme seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen. Einsatzkräfte räumen weiterhin Dächer und Straßen, während die Temperaturen tief im Minusbereich bleiben.
Infrastruktur unter Druck
Die Schneemassen wirken sich nicht nur auf die Sicherheit, sondern auch auf die Versorgung aus. Kamtschatkas Gouverneur Wladimir Solodow sprach in seinem Telegram-Kanal von zeitweisen Engpässen bei frischen Lebensmitteln. „Der vorübergehende Mangel an einigen Waren in einigen Geschäften ist ausschließlich auf den Zustand der Infrastruktur zurückzuführen“, sagte er, wie n-tv berichtet.
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Lieferfahrzeuge könnten viele Orte nicht erreichen, kleinere Geschäfte seien besonders betroffen. Gleichzeitig versuchten die Behörden, Berichte über leere Regale einzuordnen und Panik zu vermeiden.
Diese Belastung der Infrastruktur ist ein wiederkehrendes Muster bei Extremwetterlagen. Straßen, Dächer und Versorgungswege werden zu Schwachstellen, die über die unmittelbare Wettergefahr hinaus Folgen haben.
Polarlichter und Eis
Während Schnee in Russland zur Bedrohung wird, bot sich in Deutschland ein seltenes Schauspiel. Die Tagesschau berichtet, dass in der Nacht Polarlichter über weiten Teilen des Landes sichtbar waren, ausgelöst durch einen starken geomagnetischen Sonnensturm.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes drangen geladene Teilchen einer Sonneneruption in die Atmosphäre ein und ließen Gase aufleuchten. Selbst über Städten wie Hamburg seien die Lichter mit bloßem Auge zu sehen gewesen.
In China zeigt sich der Winter hingegen als Rutschgefahr. RTL berichtet, dass Frost die Chinesische Mauer bei Peking in eine vereiste Strecke verwandelte. Besucher bewegten sich vorsichtig oder auf allen Vieren über das Wahrzeichen, trotz der offensichtlichen Gefahr.
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Die Ereignisse machen deutlich, wie vielfältig winterliche Extreme sein können – von tödlicher Bedrohung über Belastungen für den Alltag bis hin zu spektakulären Naturphänomenen.
Quellen: n-tv, RTL, Tagesschau