Fertige Pastasaucen aus dem Glas sind praktisch und sparen Zeit.
Gerade lesen andere
Doch geschmacklich bleiben sie oft hinter selbst gekochten oder restaurantüblichen Saucen zurück.
Der Grund: Sie sind so konzipiert, dass sie möglichst vielen Menschen gefallen – und wirken dadurch häufig flach oder wenig intensiv.
Küchenprofis weisen jedoch darauf hin, dass schon eine kleine Veränderung ausreicht, um deutlich mehr Tiefe in die Sauce zu bringen.
Die überraschende Zutat
Ein bewährter Kniff aus der Profiküche ist die Zugabe von Fischsauce.
Der amerikanische Koch J. Kenji López-Alt empfiehlt sie seit Jahren für tomatenbasierte Gerichte.
Lesen Sie auch
Dabei geht es nicht darum, einen Fischgeschmack zu erzeugen, sondern andere Aromen zu verstärken.
Tests mit handelsüblichen Pastasaucen zeigten, dass Fischsauce den Geschmack „tiefer und runder“ wirken lässt. Die Sauce schmecke, als hätte sie „stundenlang geköchelt, statt nur kurz aufgewärmt worden zu sein“.
Warum Fischsauce funktioniert
Fischsauce entsteht durch monatelange Fermentation von Fisch und Salz. Obwohl ihr Geruch intensiv sein kann, verschwindet die Fischigkeit beim Kochen fast vollständig.
In kleinen Mengen sorgt sie vor allem für Umami – den herzhaften Geschmack, der Gerichte voller und ausgewogener wirken lässt.
Schon „eine sehr kleine Menge“ lasse die Sauce „insgesamt besser schmecken“ und „verstärke alle anderen Zutaten“, heißt es in den Testergebnissen. Skeptiker müssten keine Sorge haben: „Man schmeckt die Fischsauce nicht heraus – man merkt nur, dass die Sauce besser ist.“
Lesen Sie auch
So wird sie verwendet
Für ein Glas Sauce genügt ein halber Teelöffel Fischsauce.
Die Sauce wird erhitzt, die Fischsauce untergerührt und kurz geköchelt.
Danach sollte man ein bis zwei Minuten warten, bevor man probiert, damit sich die Aromen verbinden.
Da Fischsauce salzig ist, sollte zusätzliches Salz erst nach dem Abschmecken hinzugefügt werden.
Wer unsicher ist, beginnt mit einem Viertel Teelöffel – nachwürzen ist möglich, rückgängig machen nicht.
Lesen Sie auch
Quelle: Express