Neue Videos, die online kursieren, haben Zweifel an einem russischen experimentellen Waffensystem geweckt, das als Innovation für das Gefechtsfeld beworben wurde.
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Militäranalysten sagen, dass das Material eher auf schwerwiegende Konstruktionsprobleme als auf einen technologischen Durchbruch hinweist.
Das System mit der Bezeichnung Malvina-M scheint Schwierigkeiten mit Stabilität, Präzision und Kontrolle zu haben.
Eine modifizierte Plattform
Russland hat die Malvina-M als bodengebundene robotische Waffe entwickelt, die mit einem Einweg-Raketenmodul ausgestattet ist.
Die leichte Plattform wurde mit zwei Startschienen aus dem TOS-1A „Solntsepyok“ versehen, einem schweren Flammenwerfersystem, das normalerweise auf einem Panzerfahrgestell montiert ist.
Der TOS-1A verschießt thermobarische Raketen und hat eine effektive Reichweite von etwa 4,5 bis 6 Kilometern.
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Aufgrund dieser kurzen Reichweite wird das System zunehmend von ukrainischer Artillerie und Drohnen bekämpft.
Die Malvina-M wurde entwickelt, um sich ukrainischen Stellungen zu nähern und aus kurzer Distanz zu feuern, ohne eine Besatzung zu gefährden.
Schwere Nutzlast
Russische Ingenieure haben die Plattform mit zwei 220-Millimeter-MO.1.01.04M-Thermobarraketen bewaffnet.
Jedes Geschoss wiegt rund 213 Kilogramm, was das System auf lediglich zwei Startschienen beschränkt.
Die Schienen und der Rumpf der Plattform wurden mit Metallschutz versehen, um das Fahrzeug vor den intensiven Flammen und heißen Gasen beim Start zu schützen.
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Analysten weisen darauf hin, dass die reduzierte Zahl von Raketen eine deutliche Abkehr vom ursprünglichen Solntsepyok darstellt, der 24 Raketen mitführt.
Probleme offen sichtbar
Auf Telegram veröffentlichtes Videomaterial zeigt, wie die Malvina-M nach dem Abschuss ihrer ersten Rakete heftig zurückstößt.
Trotz Stützvorrichtungen dreht sich die Plattform unter der Kraft des Starts sichtbar.
Analysten von Defense Express sagen, dass diese Instabilität erhebliche Zielprobleme verursachen könnte. Bei einer Salve aus zwei Raketen, so warnen sie, könnte die erste Rakete in der Nähe des anvisierten Ziels einschlagen, während die zweite in eine völlig andere Richtung abdriftet.
Dieses Verhalten hat Experten dazu veranlasst, die Behauptungen über die Gefechtstauglichkeit des Systems infrage zu stellen.
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Zweifel an der Präzision
Eine weitere große Schwäche, die von Analysten hervorgehoben wird, ist die Zielsteuerung.
Der TOS-1A nutzt einen ballistischen Rechner und einen Laserentfernungsmesser, um die Genauigkeit zu verbessern. Der Malvina-M fehlen diese Systeme.
Frühere Ausbildungsaufnahmen haben gezeigt, dass die thermobarischen Raketen selbst eine große Streuung aufweisen und Ziele um Hunderte von Metern verfehlen können.
Während thermobarische Gefechtsköpfe auch bei begrenzter Präzision Schaden verursachen können, argumentieren Experten, dass der Abschuss von nur zwei Raketen solche großen Zielabweichungen nicht ausgleichen kann.
Infolgedessen, so Analysten, wirkt die Malvina-M eher wie eine riskante Improvisation als wie eine zuverlässige Lösung für das Gefechtsfeld.
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Quellen: Defense Express, Telegram-Aufnahmen, Wirtualna Polska