Startseite Krieg Ehemaliger russischer Vizepräsident droht mit Entführung Selenskyjs

Ehemaliger russischer Vizepräsident droht mit Entführung Selenskyjs

Volodymyr Zelensky
European Commission / Shutterstock.com

Die Äußerungen stammen von einem früheren hochrangigen Kreml-Vertreter, der sich gegenüber einem regierungsnahen Medium äußerte.

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Die Aussagen wurden von russischen Medien ausgestrahlt und haben wegen ihres offen gewalttätigen Tons gegenüber der ukrainischen Führung Aufmerksamkeit erregt.

Aufruf zur Entführung

Alexander Rutskoi, ehemaliger Vizepräsident Russlands, sagte, die Behörden in Moskau könnten den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj entführen.

Er machte diese Aussagen in einem Interview mit der russischen Propagandaseite NEWS.ru.

Rutskoi bezeichnete Russlands großangelegte Invasion der Ukraine, die 2022 begann, als eine „ukrainische Krise“.

Er behauptete, die Entführung Selenskyjs könne eine Lösung des Konflikts darstellen.

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„Wir hätten diesen Clown Selenskyj genauso gut schnappen, ihm einen Sack über den Kopf ziehen und ihn in das Untersuchungsgefängnis Lefortowo bringen können“, sagte Rutskoi.

Verweis auf Trump

Rutskoi nannte US-Präsident Donald Trump als Beispiel dafür, wie ein solches Vorgehen umgesetzt werden könne.

Er sagte, Trump habe ein „perfektes Beispiel“ für den Einsatz von Gewalt auf diese Weise geliefert.

Zudem verwies er auf das, was er als Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau aus ihrer Residenz in Caracas bezeichnete. Er behauptete, sie seien von US-Kräften verschleppt und in die Vereinigten Staaten gebracht worden, um dort angeklagt zu werden.

Rutskoi sagte, diese Operation zeige, wie das Militär in vergleichbaren Situationen eingesetzt werden könne.

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Weitere Drohungen

Der ehemalige russische Vizepräsident ging noch weiter und schlug vor, auch Selenskyjs Mitarbeiter zu entführen, sofern sie „am Leben und wohlauf“ seien.

Er wiederholte gängige Behauptungen der russischen Propaganda und unterstellte, die ukrainische Führung habe „bereits genug gestohlen“ und lebe nun in Wohlstand.

Solche Vorwürfe wurden von ukrainischen Behörden wiederholt zurückgewiesen und entbehren einer unabhängigen Bestätigung.

Widersprüche und Einordnung

Russland hat in anderen Fällen offiziell Handlungen verurteilt, die es als Verstöße gegen das Völkerrecht bezeichnete.

Moskau hatte die angebliche Operation in Venezuela zuvor gemeinsam mit Iran und Belarus als Angriff auf die Souveränität des Landes verurteilt.

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Beobachter weisen darauf hin, dass Äußerungen russischer Politiker und staatsnaher Medien häufig unbelegte oder falsche Informationen enthalten.

Analysten sagen, solche Aussagen könnten dazu dienen, Gegner einzuschüchtern oder die öffentliche Meinung im Rahmen von Russlands Informationskrieg zu beeinflussen.

Quellen: NEWS.ru, O2.