Winterliche Temperaturen gehören zum Skisport, doch bei starker Kälte steigen die körperlichen Anforderungen deutlich.
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Wer auch bei zweistelligen Minusgraden sicher unterwegs sein will, braucht mehr als nur warme Kleidung: Planung, Pausen und Selbstbeobachtung sind entscheidend.
Welche Temperaturen noch gut verkraftbar sind
Nach Angaben des Deutschen Skiverbands sind Skitage bis etwa minus zehn Grad mit geeigneter Ausrüstung in der Regel problemlos möglich.
Entscheidend ist, den Körper konsequent vor Wind und Kälte abzuschirmen. Besonders die Atemwege verdienen Aufmerksamkeit: Ein Schal oder eine Sturmhaube über Mund und Nase sorgt dafür, dass die Atemluft angewärmt wird, bevor sie in die Lunge gelangt.
Der Verband betont, dass dies die Atemorgane schont.
Wenn Kälte zur Belastung wird
Sinken die Temperaturen auf etwa minus 15 Grad oder darunter, steigt der Energieverbrauch des Körpers stark an.
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Der Deutsche Skiverband erklärt, dass der Organismus mehr Kraft benötigt, um die Körpertemperatur zu halten – Muskelkraft und Ausdauer nehmen dadurch ab.
Häufigere Pausen sind deshalb unerlässlich.
Wer Warnsignale ignoriert, riskiert eine schnelle Unterkühlung sowie eine stärkere Belastung von Herz und Kreislauf.
Schutz für Kopf, Haut und Hände
Der größte Wärmeverlust erfolgt über den Kopf.
Ein gut isolierter Helm mit Ohrenschutz ist daher unverzichtbar. Ergänzend schützen Sturmhauben Gesicht und Hals vor Erfrierungen.
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Für exponierte Haut empfehlen Experten wasserfreie Kälteschutzcremes sowie Lippenpflege.
Wird Haut auffällig blass oder weiß, sollte sofort eine warme Umgebung aufgesucht werden.
Kleidung, Füße und Sicherheit
Bewährt hat sich das Zwiebelprinzip aus Funktionswäsche, isolierender Zwischenschicht und winddichter Außenbekleidung.
Gut isolierte Handschuhe und warme Füße sind ebenso wichtig. Interessant: Zu viele Socken können die Durchblutung behindern – eine gut sitzende Socke reicht oft aus.
Bei sehr kalten Bedingungen wird der Schnee härter, weshalb scharfe Skikanten die Kontrolle und Sicherheit verbessern.
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Quelle: BILD, Deutscher Skiverband