Chiasamen sind aus vielen Küchen kaum noch wegzudenken.
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Sie werden über Porridge gestreut, in Smoothies gemixt oder zu Pudding verarbeitet.
Wegen ihres hohen Gehalts an Ballaststoffen, Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien gelten sie häufig als sogenanntes Superfood.
Trotz ihrer Beliebtheit gibt es auch Kritik.
Manche Menschen berichten von Verdauungsproblemen oder sind unsicher, wie Chiasamen richtig verzehrt werden sollten.
Eine wissenschaftliche Studie aus Brasilien liefert nun neue Erkenntnisse zu ihren möglichen Wirkungen.
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Untersuchung an Ratten
Die Forscherinnen und Forscher untersuchten, wie sich Chiaöl und Chia-Mehl auf das Gehirn auswirken, insbesondere im Zusammenhang mit Sättigung, Entzündungsprozessen und antioxidativen Mechanismen.
Dafür wurden Ratten über mehrere Wochen mit einer fettreichen und fruktosereichen Ernährung gefüttert, die ungesunde menschliche Essgewohnheiten nachahmen sollte. Eine Kontrollgruppe erhielt eine ausgewogene Standarddiät.
Innerhalb der Versuchsgruppe bekam ein Teil der Tiere zusätzlich Chiaöl, ein anderer Teil Chia-Mehl. Nach zehn Wochen analysierten die Wissenschaftler das Gehirngewebe der Tiere.
Signale für Sättigung und Hunger
Die Ergebnisse zeigten, dass insbesondere Chiaöl die Aktivität von Genen steigerte, die mit dem Sättigungsgefühl verbunden sind.
Bei Chia-Mehl fiel dieser Effekt schwächer aus. Beide Chia-Produkte verbesserten jedoch die Reaktion des Gehirns auf das Hormon Leptin, das eine zentrale Rolle bei der Regulation von Hunger spielt.
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In der Studie heißt es abschließend:
„Der Verzehr von Chia-Mehl und Chia-Öl in Verbindung mit einer fettreichen und fruktosereichen Ernährung veränderte die Genexpression, die an Sättigungs- und Entzündungsmechanismen beteiligt ist.“
Bedeutung der Ergebnisse
Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass Chia-Produkte bestimmte Gehirnfunktionen unterstützen und Signale für übermäßiges Essen reduzieren könnten.
Auch wenn es sich um Tierversuche handelt, liefern die Ergebnisse Hinweise darauf, wie Chiasamen künftig im Zusammenhang mit Ernährung und Stoffwechselerkrankungen weiter erforscht werden könnten.
Quelle: LADBIBLE