Proteste gegen die Durchsetzung der Einwanderungspolitik haben in diesem Monat weiterhin Teile der Vereinigten Staaten erschüttert.
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Eine tödliche Begegnung in Minneapolis ist zu einem Brennpunkt einer breiteren nationalen Debatte geworden.
Die Reaktion des Präsidenten hat die Kontroverse nun weiter verschärft.
Eingreifen des Präsidenten
US-Präsident Donald Trump bezeichnete Alex Pretti, einen Krankenpfleger, der von zwei ICE-Beamten in Minneapolis getötet wurde, als einen „Agitator und möglicherweise Aufständischen“, berichtet News.ro.
Die Äußerungen wurden von Donnerstagabend auf Freitag auf Trumps Plattform Truth Social veröffentlicht. Er bezog sich dabei auf zuvor aufgezeichnetes Videomaterial, das Pretti bei einer Auseinandersetzung mit Einwanderungsbeamten in derselben Stadt zeigt.
Seit Anfang Januar kommt es in Minneapolis zu anhaltenden Demonstrationen gegen bundesweite Razzien im Rahmen der Anti-Einwanderungspolitik.
Video als Beleg
In seinem Beitrag verwies Trump auf ein Video, das kurz vor Prettis Tod erneut online aufgetaucht war. „Agitator und vielleicht Aufständischer – Alex Prettis Popularität ist mit der Veröffentlichung des Videos stark gesunken, in dem er schreiend und spuckend gegenüber einem sehr ruhigen und gefassten ICE-Beamten zu sehen ist“, schrieb der Präsident.
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Zudem behauptete er, Pretti habe gewaltsam ein Regierungsfahrzeug beschädigt, und bezeichnete den Vorfall als öffentliches Beispiel unkontrollierter Wut. Trump lobte die Zurückhaltung des beteiligten ICE-Beamten und beendete seine Botschaft mit seinem Wahlkampfslogan in Großbuchstaben.
Tödlicher Vorfall
Alex Pretti wurde elf Tage nach der Aufzeichnung des Videos bei einer separaten und umstrittenen Begegnung mit ICE-Beamten getötet. Die Details des Vorfalls sind umstritten und stehen weiterhin unter intensiver öffentlicher Beobachtung.
Sein Tod löste landesweit Proteste und Empörung aus, insbesondere unter Kritikern der Methoden der Einwanderungsbehörden.
Politische Folgen
Laut News.ro zwangen die Unruhen nach Prettis Tod die Regierung dazu, Maßnahmen zur Beruhigung der Lage anzukündigen, darunter eine Einschränkung der Einwanderungsrazzien in Minneapolis.
Trumps Äußerungen haben die Reaktionen weiter polarisiert: Protestorganisatoren übten scharfe Kritik, während Befürworter einer strengeren Einwanderungspolitik erneute Unterstützung signalisierten.
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Der Vorfall ist zu einem Symbol tiefergehender gesellschaftlicher Spaltungen in Fragen der Polizeiarbeit, der Einwanderungspolitik und des Einsatzes von Gewalt durch Bundesbehörden geworden.
Quellen: News.ro