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Olivenöl: Warum gesund nicht automatisch gesund heißt

Olivenöl: Warum gesund nicht automatisch gesund heißt
Foto: Shutterstock

Olivenöl gilt seit Jahrzehnten als fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

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Besonders die mediterrane Küche hat zu seinem positiven Image beigetragen.

Doch aktuelle Erkenntnisse zeigen: Ob Olivenöl dem Körper tatsächlich nutzt, hängt weniger vom Produkt allein ab als von seiner Qualität und davon, wie es eingesetzt wird.

Kalorienreich, aber nicht automatisch problematisch

Ein Esslöffel Olivenöl liefert rund 120 Kalorien. Entscheidend ist jedoch nicht diese Zahl, sondern der Zusammenhang.

Eine Zusammenfassung aktueller Ernährungsforschung, über die die New York Times berichtete, macht deutlich: Gesundheitsvorteile entstehen vor allem dann, wenn Olivenöl andere Fette ersetzt – etwa Butter oder tierische Schmalzfette – und nicht zusätzlich konsumiert wird.

Was Olivenöl im Körper bewirken kann

Olivenöl enthält überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren sowie antioxidative Pflanzenstoffe. Beobachtungsstudien legen nahe, dass regelmäßiger Konsum mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden sein könnte. Diese Inhaltsstoffe schützen Blutgefäße und Nervenzellen.

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Die Ernährungswissenschaftlerin Catherine Itsiopoulos betont jedoch, dass Olivenöl allein keine Wunder bewirkt. Übersetzt sagt sie: Schon wenige Esslöffel Olivenöl pro Tag können dem Herzen nutzen – ersetzen aber nicht die gesamte mediterrane Lebensweise.

Auch für das Herz-Kreislauf-System zeigen sich Vorteile. Einfach ungesättigte Fette wirken sich günstiger auf den Cholesterinspiegel aus als gesättigte Fette. Polyphenole und Vitamin E können zudem Entzündungen im Körper abschwächen.

Studien zeigen klaren Effekt

Eine große spanische Langzeitstudie zur mediterranen Ernährung beobachtete Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko.

Teilnehmende, die regelmäßig natives Olivenöl extra verwendeten, hatten rund 30 Prozent weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle als eine fettarm ernährte Kontrollgruppe.

Ausschlaggebend war der Austausch ungünstiger Fette.

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Qualität ist entscheidend

Gesundheitliche Effekte zeigen sich vor allem bei kalt gepresstem, nativem Olivenöl extra. Raffinierte Öle verlieren durch Verarbeitung viele Schutzstoffe.

Quellen: New York Times, Bunte