Ein Wildschwein hat mutmaßlich einen teuren Unfall auf der A3 in Hessen ausgelöst.
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Mehrere Fahrzeuge wurden beschädigt, Einsatzkräfte mussten lange arbeiten. Das auslösende Tier blieb verschwunden.
Sekunden der Entscheidung
Wie der Spiegel unter Berufung auf dpa berichtet, ereignete sich der Vorfall am späten Montagabend im Main-Taunus-Kreis nahe Eppstein. Nach Angaben der Autobahnpolizei tauchte plötzlich ein Wildschwein auf der Fahrbahn auf. Ein Lastwagenfahrer reagierte mit einem Ausweichmanöver.
Dabei geriet der Lkw außer Kontrolle und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Das Fahrzeug kam schließlich quer zur Fahrbahn auf der Gegenseite zum Stehen. Infolge des Unfalls kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Einsatz im Trümmerfeld
Durch den Aufprall wurde ein langer Abschnitt der Schutzplanke zerstört. Die Feuerwehr Wiesbaden berichtete, dass sich Trümmer über mehrere hundert Meter verteilt hatten.
Um verletzte Personen erreichen zu können, mussten Einsatzkräfte die stark beschädigte Leitplanke zunächst zerteilen. Erst danach konnte der Rettungsdienst ungehindert arbeiten.
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Betroffene und Folgen
Trümmer beschädigten mehrere weitere Autos. Insgesamt wurden sechs Menschen medizinisch versorgt. Zwei von ihnen erlitten Verletzungen, darunter ein Autofahrer, der durch Glassplitter leicht verletzt wurde. Der Lkw-Fahrer wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Das Wildschwein, das den Unfall ausgelöst haben soll, war nach dem Zusammenstoß nicht mehr auffindbar.
Hoher Schaden, bekannte Gefahr
Der Gesamtschaden liegt bei rund 260.000 Euro. Die Reparatur der beschädigten Leitplanke zwischen der Anschlussstelle Niedernhausen und dem Autobahnkreuz Wiesbaden dauert noch an.
Zusammenstöße mit Wildtieren zählen zu den häufigen Unfallursachen auf deutschen Straßen. Jährlich werden Tausende Menschen dabei verletzt.
Quellen: Der Spiegel, dpa