Startseite Sport Olympiagold, Bierpause und Bruch mit einem Freund: Raimund äußert sich

Olympiagold, Bierpause und Bruch mit einem Freund: Raimund äußert sich

ski jumping, skihopp, winter, vinter, sport
Shutterstock

Philipp Raimund äußerte sich nach seinem Olympiasieg zu mehreren Themen.

Gerade lesen andere

Der Olympiasieg kam überraschend und veränderte vieles auf einmal. Philipp Raimund steht seitdem nicht nur sportlich im Fokus, sondern auch persönlich.

Zwischen Medaillendruck, Teamverantwortung und alten Konflikten zeigt sich, wie eng Erfolg und Belastung im Spitzensport verbunden sind.

Der 25-Jährige muss sich kaum erholen, bevor der nächste Wettkampf ansteht. Gleichzeitig holt ihn ein Thema ein, das weit über den Schanzentisch hinausreicht.

Druck nach dem Triumph

Keine 24 Stunden nach seinem Gold ist Raimund erneut gefordert. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in einem von Schwäbische.de veröffentlichtem Beitrag berichtet, will er das deutsche Mixed-Team in Predazzo zur nächsten Medaille führen. Der Zeitplan lässt wenig Raum für Emotionen oder Feiern.

Bundestrainer Stefan Horngacher sprach von bewusster Zurückhaltung nach dem Sieg. „Die Trainer zwei, die Athleten eins“, sagte er laut dpa mit Blick auf Bier und die Feierlichkeiten. Raimund selbst kündigte an: „Nach morgen ist mal kurz ne Pause und da werde ich mir nicht nur ein Bier gönnen.“

Lesen Sie auch

Rückhalt von der Bank

Horngacher nutzte den Moment auch für eine sportliche Einordnung. Raimund sei „athletisch extrem gut“ und verfüge über eine Technik, „die ganz wenige springen können“, sagte der Coach laut dpa. Zugleich beschrieb er die Zusammenarbeit als nicht immer einfach.

„Wir haben auch schon ein richtiges Streitgespräch gehabt. Da hat’s richtig gescheppert“, erklärte Horngacher. Diese Reibung habe jedoch Vertrauen geschaffen. Der Olympiasieg habe für ihn persönlich einen hohen Stellenwert, da er nach der Saison als Bundestrainer aufhört.

Rückblick mit Abstand

Neben dem sportlichen Fokus sprach Raimund über eine Freundschaft, die für ihn zerbrochen ist. In einem Interview, über das Focus Online unter Berufung auf dpa berichtet, schildert er das Ende seiner Freundschaft mit dem Norweger Marius Lindvik. Die persönliche Nähe sei damals groß gewesen, das Vertrauen später jedoch verloren gegangen.

Auslöser war ein Vorfall bei den Weltmeisterschaften in Trondheim. Dort wurden Lindvik und Johann Andre Forfang wegen manipulierter Sprunganzüge disqualifiziert. Für Raimund steht weniger der Regelverstoß als der persönliche Umgang danach im Mittelpunkt.

Fehlende Aufarbeitung

„Wenn einer von ihnen zu mir gekommen wäre und gesagt hätte: ‚Hey, mir tut es sehr leid, was passiert ist‘, dann hätte ich ihnen wahrscheinlich vergeben“, sagte Raimund. Eine solche Entschuldigung habe es nie gegeben.

Lesen Sie auch

Der Vorfall fügt sich in eine Reihe von Debatten über Fairness im Skispringen ein. Raimund machte deutlich, dass für ihn Vertrauen und persönlicher Umgang eine zentrale Rolle spielen.

Quellen: dpa, Focus Online, Schwäbische.de