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10 Bergleute ermordet – sie wurden für Mitglieder einer kriminellen Gruppe gehalten

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Beamte geben an, dass die Bergleute möglicherweise in einen andauernden Revierkampf geraten sind.

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Die Behörden in Mexiko untersuchen die Entführung und Tötung von zehn Bergleuten im von Gewalt erschütterten Bundesstaat Sinaloa. Erste Erkenntnisse deuten auf eine Verwechslung hin.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur EFE gehen Beamte davon aus, dass rivalisierende kriminelle Gruppierungen in der Region hinter dem Angriff stecken könnten – im Zusammenhang mit einem anhaltenden Revierkampf um Drogenhandelsrouten.

Das mexikanische Ministerium für Sicherheit und Bürgerschutz teilte mit, dass erste Aussagen von Verdächtigen darauf hindeuten, dass die Bergleute fälschlicherweise als Mitglieder einer konkurrierenden Bande identifiziert wurden.

Bei einer regulären morgendlichen Pressekonferenz am Dienstag erklärte Sicherheitsminister Omar García Harfuch, dass vier Personen vom Militär wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an den Entführungen festgenommen worden seien.

„Nach den ersten vom Militär vorgenommenen Festnahmen wurden vier Personen festgenommen, denen die rechtswidrige Freiheitsberaubung vorgeworfen wird. Sie gaben an, dass die Bergleute mit Mitgliedern einer gegnerischen Gruppe verwechselt wurden“, zitierte EFE García Harfuch.

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Fünf identifiziert

Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft bestätigte am Montag, dass fünf der zehn vermissten Bergleute identifiziert worden seien. Ihre sterblichen Überreste werden an die Familien in Zacatecas, Chihuahua, Sonora und Guerrero übergeben.

Fünf weitere am selben Ort gefundene Leichen werden noch forensisch identifiziert.

Angehörige, auf die sich lokale Medien berufen, erklärten, bewaffnete Männer hätten die Bergleute am 23. Januar entführt.

Rivalisierende Gruppen liefern sich Gefechte

Die Festgenommenen sollen einer Fraktion der „Los Chapitos“ angehören, einer kriminellen Gruppe, die in Sinaloa um die Kontrolle des Drogenhandels konkurriert. Den Behörden zufolge könnten sie die Bergleute mit Mitgliedern der rivalisierenden Fraktion „Los Mayos“ verwechselt haben.

García Harfuch erklärte, die Ermittlungen dauerten an, und weitere Festnahmen seien möglich, während die Behörden versuchten, das Motiv zu klären und die Verantwortlichkeiten festzustellen.

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Der Fall ereignete sich vor dem Hintergrund anhaltender Gewalt in Sinaloa, einer der führenden mineralstoffproduzierenden Regionen Mexikos.

Quellen: EFE, Mexikanisches Ministerium für Sicherheit und Bürgerschutz