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Ukraine stellt mit Drohnenangriff in Russland Reichweitenrekord auf

Oil Refinery Attacks/Russian
Shutterstock.com

Die operative Reichweite der Ukraine erweitert sich weiter.

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Eine große Ölanlage tief im Inneren Russlands ist nach Angaben ukrainischer Behörden bei einem Drohnenangriff getroffen worden.

In einem auf Facebook veröffentlichten Update teilte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine mit, Ziel sei eine Ölraffinerie in der Republik Komi gewesen, etwa 1.750 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Um die Entfernung einzuordnen: 1.750 Kilometer entsprechen in etwa der Strecke von

  • London nach Rom
  • Berlin nach Moskau
  • Paris nach Warschau
  • Houston nach Minneapolis

Der Generalstab der Ukraine erklärte auf Facebook, dass der Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU) gemeinsam mit anderen Verteidigungseinheiten den Angriff am 12. Februar durchgeführt habe.

Ersten Informationen zufolge brach nach dem Angriff ein Brand in den Rohöldestillations- und Visbreaking-Anlagen der Raffinerie aus. Beim Visbreaking-Verfahren wird die Viskosität von Rückstandsöl verringert, um marktfähiges Heizöl sowie leichtere Produkte wie Benzin und Gasöl herzustellen.

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Tief im Inneren Russlands

Die Raffinerie in Uchta gehört zur Lukoil-Gruppe und verarbeitet jährlich rund 4,2 Millionen Tonnen Rohöl. Sie produziert Ottokraftstoff, Straight-Run-Benzin, Dieselkraftstoff, Heizöl und Vakuumgasöl.

Nach Angaben ukrainischer Behörden spielt die Anlage eine Rolle bei der Versorgung der russischen Streitkräfte. Das Ausmaß der Schäden und mögliche Auswirkungen auf die Produktion wurden bislang nicht unabhängig bestätigt.

Eine Quelle im SSU erklärte gegenüber Ukrainska Pravda, die Mission „habe einen neuen Reichweitenrekord für ukrainische Drohnen aufgestellt“, und unterstrich damit, was Kiew als wachsende Fähigkeit zu Angriffen über große Entfernungen darstellt.

Frühere Berichte

Russische Behörden erklärten am 12. Januar, Drohnen hätten das Militärwerk Progress in Mitschurinsk in der Region Tambow sowie eine Ölraffinerie in Uchta ins Visier genommen. Moskau schrieb die Verantwortung für diese Angriffe öffentlich niemandem zu.

Grenzüberschreitende Drohnenangriffe haben in den vergangenen Monaten zugenommen, wobei Energie- und Militärinfrastruktur zunehmend in den Fokus geraten sind. Beide Seiten werfen sich wiederholt vor, wichtige Industrieanlagen ins Visier zu nehmen.

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Quellen: Generalstab der Streitkräfte der Ukraine, Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU), Ukrainska Pravda