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Gefängniswärter sollen falsche Leiche inszeniert haben, zeigen Akten im Fall Epstein

Maxwell och Epstein
Palm Beach County Sheriff's Department, Public domain / Wikimedia Commons

Neu veröffentliches Material im Fall Jeffrey Epstein hat eine bislang unbekannte Behauptung über die Nacht seines Todes ans Licht gebracht.

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Jeffrey Epstein war ein US-Finanzier, dessen Festnahme im Jahr 2019 wegen Sexhandelsvorwürfen aufgrund seiner prominenten Verbindungen in Politik und Wirtschaft für erhebliche Aufregung sorgte.

Sein Tod in einem Gefängnis in New York später im selben Jahr, offiziell als Suizid eingestuft, sorgt bis heute für anhaltende Spekulationen und Debatten. Auch Jahre später tauchen weiterhin Gerichtsunterlagen und Ermittlungsdokumente auf.

Inszenierter Köder

Neu veröffentliches Material im Fall Jeffrey Epstein enthält eine bislang nicht offengelegte Behauptung über die Nacht seines Todes.

Laut neu publizierten Dokumenten sollen Gefängnismitarbeiter einen Köder inszeniert haben, um wartende Reporter in die Irre zu führen.

Das US-Justizministerium veröffentlichte im Januar Millionen von Seiten im Zusammenhang mit dem verurteilten Sexualstraftäter. Wie die Daily Mail berichtet, zitiert eines der Dokumente einen Gefängnisbeamten, der dem FBI sagte, Wachleute hätten am Abend von Epsteins Tod eine falsche Leiche arrangiert.

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Angeblicher Täuschungsversuch

Dem Dokument zufolge wurden Kartons und Bettlaken so angeordnet, dass sie einer menschlichen Figur ähnelten, und in ein weißes Fahrzeug der Gerichtsmedizin gelegt.

„Um die Medien in die Irre zu führen, nutzten (sie) Kartons und Bettlaken, um etwas zu schaffen, das wie eine menschliche Figur aussah, die in ein weißes OCME-Fahrzeug gelegt wurde, dem die Presse folgte, sodass ein schwarzes Auto mit Epsteins Leichnam unbemerkt wegfahren konnte“, heißt es in der Akte.

Das mutmaßliche Ziel sei gewesen, Journalisten vor dem Gefängnis in New York abzulenken, während Epsteins tatsächlicher Leichnam in einem separaten schwarzen Fahrzeug abtransportiert wurde.

Anhaltende Fragen

Epstein befand sich 2019 in New York wegen Anklagen im Zusammenhang mit Sexhandel in Untersuchungshaft, als er starb. Eine Obduktion kam zu dem Schluss, dass es sich um Suizid handelte.

Trotz der offiziellen Feststellungen ist sein Tod seit Jahren Gegenstand weitverbreiteter Spekulationen.

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Die neu veröffentlichten Akten zeigen zudem, dass Ermittler Überwachungsaufnahmen aus dem Gefängnis ausgewertet haben. Den Dokumenten zufolge ist darauf eine nicht identifizierte Person zu sehen, die sich in der Nacht seines Todes Epsteins Zelle nähert.

Quellen: Veröffentlichungen des US-Justizministeriums, Daily Mail, BT.