Rekrutierer, die einst mit der russischen Wagner-Gruppe verbunden waren, sollen nun zur Organisation von Sabotageaktionen in ganz Europa eingesetzt werden.
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Westliche Geheimdienstvertreter sagen, das Netzwerk habe seinen Schwerpunkt vom Schlachtfeld in der Ukraine auf verdeckte Aktivitäten im NATO-Gebiet verlagert.
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Wie die Financial Times berichtet, seien Personen, die zuvor Russen zum Kampf in der Ukraine bewegt hätten, nun damit beauftragt worden, wirtschaftlich benachteiligte Europäer für Gewalttaten und Störaktionen zu rekrutieren.
Ein westlicher Geheimdienstvertreter sagte der Zeitung, der russische Militärgeheimdienst GRU nutze „die Talente, die ihm zur Verfügung stehen“ und bezog sich damit auf die etablierten Rekrutierungs- und Propagandastrukturen der Wagner-Gruppe.
Rekrutierungsoffensive
Von der FT zitierte Beamte erklärten, ehemalige Wagner-Operative seien nun damit betraut, sogenannte „wegwerfbare“ Agenten anzuwerben, um Brandanschläge auf Fahrzeuge von Politikern zu verüben, Lagerhäuser mit Hilfsgütern für die Ukraine anzugreifen und extremistische Propaganda zu verbreiten.
Der GRU und der russische Inlandsgeheimdienst FSB würden demnach zunehmend innerhalb Europas nach Rekruten suchen, um Instabilität zu schüren und die Unterstützung für Kiew zu untergraben.
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Westliche Behördenvertreter sagen, die Kampagne habe sich in den vergangenen zwei Jahren ausgeweitet, mit dem Ziel, militärische und humanitäre Hilfe für die Ukraine zu schwächen.
Ausnutzung Verwundbarer
Geheimdienstquellen zufolge richten sich die Rekrutierungsbemühungen gezielt an marginalisierte Gruppen, darunter Geflüchtete und junge Menschen, die häufig über Telegram-Kanäle oder Gaming-Plattformen angesprochen werden.
Ehemalige Wagner-Angehörige, die Erfahrung in der Mobilisierung von Kämpfern haben, sollen kleinere, aber wirkungsstarke Aktionen wie Vandalismus an Infrastruktur und Brandstiftungen in Lagerhäusern organisieren.
Europäische Sicherheitsbehörden beobachten das Wagner-Netzwerk zunehmend kritisch, insbesondere nachdem Social-Media-Konten mit Verbindungen zur Gruppe beschuldigt wurden, britische Staatsbürger für Sabotageaktionen anzuwerben.
Quellen: Financial Times, Ziare.