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Herzrhythmusstörungen früh erkennen

Heart attack
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Ein unregelmäßiger Puls, plötzliches Herzrasen oder das Gefühl, das Herz setze kurz aus – solche Anzeichen wirken oft harmlos.

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Doch Störungen des Herzrhythmus entwickeln sich nicht selten unbemerkt. Wer seinen normalen Ruhepuls kennt, kann Veränderungen schneller einordnen und mögliche Gefahren rechtzeitig erkennen.

Wenn das Herz zu schnell oder zu langsam schlägt

Schlägt das Herz dauerhaft mehr als 100 Mal pro Minute, sprechen Mediziner von einer Tachykardie.

Betroffene berichten häufig von starkem Herzklopfen, das bis in den Hals spürbar sein kann. Nicht selten treten zusätzlich Atemnot, innere Unruhe oder Angstgefühle auf – selbst ohne körperliche Belastung.

Das Gegenteil ist die Bradykardie: Hier sinkt der Ruhepuls unter 60 Schläge pro Minute. Anfangs gleicht der Körper das oft aus.

Erst wenn das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, zeigen sich Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindel oder eine deutlich verminderte Leistungsfähigkeit.

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Extraschläge – sogenannte Extrasystolen – fühlen sich für viele Menschen wie ein „Stolpern“ des Herzens an. Sie können harmlos sein, aber auch auf Vorhofflimmern hinweisen, wenn der Puls dauerhaft unregelmäßig bleibt.

Warnsignal Bewusstlosigkeit

Besonders ernst ist eine Ohnmacht. Dr. Schneeweis betont: „Besonders alarmierend ist eine Synkope – ein plötzlicher Bewusstseinsverlust.“ In solchen Fällen sollte umgehend eine kardiologische Abklärung erfolgen.

Ursachen, Diagnose und Behandlung

Häufig stehen Bluthochdruck oder Diabetes hinter den Rhythmusstörungen, da sie das Herzgewebe langfristig verändern.

Auch Schilddrüsenerkrankungen oder ein Mangel an Elektrolyten können den Takt des Herzens stören. Zur Diagnose dienen EKG-Untersuchungen – in Ruhe, über längere Zeit oder unter Belastung – sowie Ultraschalluntersuchungen.

Viele Formen der Arrhythmie lassen sich heute mit Medikamenten, Herzschrittmachern oder modernen Eingriffen erfolgreich behandeln.

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Quelle: BILD