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Putin testet seine eigene Starlink-Alternative – doch pro-Kreml-Blogger weisen sie bereits zurück

Putin testet seine eigene Starlink-Alternative – doch pro-Kreml-Blogger weisen sie bereits zurück
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Die russischen Streitkräfte haben massive Probleme, nachdem sie vom globalen Netzwerk abgeschnitten wurden.

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Am 1. Februar 2026 schrieb Elon Musk auf X: „Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert.“

Der Beitrag des Eigentümers von SpaceX, dem Unternehmen, dem Starlink gehört, erfolgte, nachdem die Ukraine SpaceX kontaktiert hatte, um die russischen Streitkräfte von der Nutzung des Starlink-Netzwerks abzuschneiden – und diese Anfrage hat sich als sehr wirkungsvoll erwiesen.

Seit dem Verlust des Zugangs zum Starlink-Netzwerk sollen die russischen Streitkräfte Berichten zufolge hektisch nach alternativen Kommunikationswegen suchen, ihre Drohnen steuern und die allgemeine Koordination entlang der Frontlinie aufrechterhalten.

Nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) konnten ukrainische Streitkräfte aufgrund der eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten der russischen Truppen entlang der Frontlinie sogar Gegenangriffe starten.

Doch nun hat Russland Berichten zufolge einen Testlauf seiner eigenen Alternative zum Starlink-Netzwerk durchgeführt.

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Test in großer Höhe

Russlands Stiftung für fortgeschrittene Forschungsprojekte erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS am 12. Februar, sie habe den ersten Testflug der unbemannten stratosphärischen Plattform Barrage-1 durchgeführt.

Die vom Kreml gegründete Forschungseinrichtung teilte mit, die Plattform sei dafür ausgelegt, 5G-Non-Terrestrial-Network-Kommunikationsausrüstung für nicht bodengebundene Netze zu transportieren.

Weiter hieß es, Barrage-1 könne Nutzlasten mit einem Gewicht von bis zu 100 Kilogramm befördern und in einer Höhe von rund 20 Kilometern über der Erde operieren.

Doch ist das geplante Netzwerk tatsächlich ein Ersatz? Die kremlnahen Militärblogger zeigen sich nicht beeindruckt.

Starlink-Alternative?

Laut ISW brachten russische Militärblogger den Test mit Bemühungen in Verbindung, den Verlust des Zugangs russischer Streitkräfte in der Ukraine zum Starlink-System von SpaceX auszugleichen.

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Einige Kommentatoren spielten jedoch das Potenzial des Systems herunter. Ein kremlnaher Militärblogger merkte an, dass ein einzelner Aerostat kein niedrig umlaufendes Satellitennetzwerk ersetzen könne, das aus Tausenden von Raumfahrzeugen besteht.

Der Blogger schlug stattdessen vor, eine solche Plattform könne Teil einer umfassenderen, mehrschichtigen Kommunikationsstruktur sein, anstatt als direkter Ersatz zu dienen.

Ukrainische Reaktion

Die Entwicklung hat in Kyjiw Aufmerksamkeit erregt. Serhij „Flash“ Beskrestnow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums für Verteidigungstechnologie, Drohnen und elektronische Kriegsführung, äußerte sich öffentlich zu dem Thema.

Er forderte die ukrainischen Streitkräfte auf, den Einsatz von S-300-Luftverteidigungssystemen in Betracht zu ziehen, um Objekte in Höhen zwischen 20 und 30 Kilometern anzugreifen, etwa Plattformen ähnlich der Barrage-1.

Quellen: TASS, Institute for the Study of War (ISW), Beiträge auf X

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