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US-Bürgerrechtler, der zweimal für das Präsidentenamt kandidierte, mit 84 Jahren gestorben

US-Bürgerrechtler, der zweimal für das Präsidentenamt kandidierte, mit 84 Jahren gestorben
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Er leidet seit Jahren unter gesundheitlichen Problemen.

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Anmerkung der Redaktion: Eine frühere Überschrift besagte, Jackson sei ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat gewesen. Dies ist nicht ganz korrekt, da er zweimal für die demokratische Nominierung kandidierte, jedoch den dritten beziehungsweise zweiten Platz belegte. Wir bitten um Entschuldigung.

Der Rev. Jesse Jackson, eine prägende Figur der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, der später zwei Präsidentschaftskampagnen führte, ist im Alter von 84 Jahren gestorben, wie seine Familie in einer Pressemitteilung auf Instagram bekannt gab.

Er sei am Dienstagmorgen friedlich im Kreis seiner Angehörigen verstorben, heißt es in der Erklärung.

„Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen“, heißt es in der Mitteilung.

Zeit seines Lebens blieb Jackson eine prominente Stimme für Rassengerechtigkeit und politische Teilhabe in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus.

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Früher Aktivismus

Geboren am 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina, wuchs Jackson im segregierten Süden auf. Als ausgezeichneter Schüler erhielt er ein Football-Stipendium an der University of Illinois, bevor er 1964 seinen Abschluss am North Carolina Agricultural and Technical College machte.

Er schloss sich als studentischer Aktivist der Bürgerrechtsbewegung an und verließ später das Chicago Theological Seminary, um an der Seite von Rev. Martin Luther King Jr. in Selma, Alabama, zu arbeiten.

Jackson gehörte zu Kings engstem Kreis und war 1968 in Memphis anwesend, als King im Lorraine Motel ermordet wurde.

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Politischer Aufstieg

1968 ordiniert, übernahm Jackson die Leitung von Operation Breadbasket in Chicago und gründete später die Organisation PUSH. 1984 startete er seine erste Präsidentschaftskandidatur, gefolgt von einer zweiten im Jahr 1988. Dabei gewann er mehrere Vorwahlen und erweiterte die Beteiligung schwarzer Wählerinnen und Wähler.

Obwohl er die Nominierung der Demokratischen Partei nie erhielt, blieb Jackson einflussreich. Er half bei der Aushandlung der Freilassung von Gefangenen im Ausland, setzte sich als „Schatten-Senator“ für die Staatlichkeit von Washington, D.C., ein und diente unter Präsident Bill Clinton als Sondergesandter.

Im Jahr 2000 verlieh ihm Clinton die Presidential Medal of Freedom.

Jahre gesundheitlicher Probleme

Jackson hatte in den vergangenen Jahren mit zunehmenden gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen.

2017 machte er öffentlich, dass er an Parkinson leide, und bezeichnete die Krankheit als „körperliche Herausforderung“, während er zugleich versprach, sein Engagement fortzusetzen.

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Im November erklärten Ärzte, bei ihm sei eine progressive supranukleäre Blickparese diagnostiziert worden, eine degenerative neurologische Erkrankung.

Öffentliche Gedenkveranstaltungen werden in Chicago abgehalten; weitere Einzelheiten sollen noch bekannt gegeben werden.

Quellen: Stellungnahme der Familie, Rainbow PUSH Coalition, CBS News, Encyclopedia Britannica