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Estlands Außenminister sendet direkte Botschaft an den Kreml: Krieg würde direkt nach Russland getragen

Margus Tsahkna
Estonian Foreign Ministry / Wiki Commons

Estlands Außenminister Margus Tsahkna richtete während der Sicherheitskonferenz in München eine direkte Botschaft an den Kreml.

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Sollte Russland die baltischen Staaten angreifen, werde die Antwort tief in russisches Territorium reichen.

„Wir werden den Krieg nach Russland tragen und sehr weit nach Russland hineinschlagen. Wir wissen genau, was zu tun ist.“

Die Erklärung erfolgt in einer Phase, in der die Sorge vor einem russischen Angriff auf die östliche Flanke der NATO erneut gewachsen ist.

Estland, Lettland und Litauen gelten als besonders verwundbar, falls Moskau den Zusammenhalt des Bündnisses auf die Probe stellen sollte. Das berichtet Express.

Baltikum rüstet deutlich auf

Nach estnischen Einschätzungen würde ein russischer Angriff eine massive Reaktion der NATO auslösen.

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Die drei baltischen Staaten planen daher, ab 2026 fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben.

Das liegt deutlich über dem Niveau der meisten anderen NATO-Staaten.

Zum Vergleich: Polen verwendete im vergangenen Jahr 4,48 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und gehörte damit zu den Ländern mit den höchsten Ausgaben innerhalb des Bündnisses.

Litauen wird auf rund vier Prozent geschätzt, während Lettland und Estland bei 3,73 beziehungsweise 3,38 Prozent liegen.

Zugleich hatte der NATO-Generalsekretär bereits zuvor gewarnt, Russland könnte innerhalb der kommenden fünf Jahre ein Mitgliedsland angreifen.

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Ukrainische Geheimdienstquellen haben zudem darauf hingewiesen, dass Moskau vor 2027 Ambitionen im Baltikum verfolgen könnte.

Frontlinie im Osten

Die estnische Grenzstadt Narwa wird häufig als möglicher Konfliktherd genannt. Dort liegt Russland nur wenige hundert Meter entfernt auf der anderen Seite des Flusses.

Das Signal aus Tallinn ist eindeutig: Ein Angriff würde nicht lokal bleiben. Er würde mit einer militärischen Reaktion beantwortet, die weit nach Russland hineinreicht.

Damit verschärft sich der Ton in einer ohnehin angespannten Sicherheitslage in Europa.

Quelle: Express

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