Nach einer Panne mit Werbelinealen zieht die Berliner Polizei organisatorische Konsequenzen.
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Eigentlich sollten sie im Unterricht helfen und für Verkehrssicherheit werben.
Doch ausgerechnet ein einfaches Lineal wurde für die Berliner Polizei zum Problemfall.
Werbemittel im Fokus
Wie der Spiegel berichtet, hatte die Berliner Polizei bereits 2023 rund 10.000 Lineale mit Verkehrszeichen-Motiven beschafft. Die Anschaffungskosten lagen demnach bei etwa 3500 Euro. Ab 2024 kamen sie bei Schulveranstaltungen und Präventionsterminen zum Einsatz.
Erst später zeigte sich, dass die Qualität der Lieferung offenbar nicht den Erwartungen entsprach.
Hinweis aus der Schule
Im Dezember 2025 stellte ein Schüler fest, dass ein 15-Zentimeter-Modell nicht korrekt maß. Statt exakt 15 Zentimetern war es drei Millimeter zu lang. Laut dem Spiegel überprüfte die Polizei daraufhin stichprobenartig weitere Exemplare.
Dabei seien zusätzliche Abweichungen festgestellt worden, teilte ein Sprecher mit. In der Folge wurden die Dienststellen angewiesen, verbliebene Lineale nicht mehr auszugeben.
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Der Hersteller sei unmittelbar informiert worden.
Keine rechtlichen Schritte
Rechtliche Ansprüche konnten nach Angaben der Polizei nicht mehr geltend gemacht werden. „Zum Zeitpunkt der Mängelfeststellung waren die Gewährleistungsansprüche bereits verjährt“, erklärte der Sprecher.
Das Unternehmen habe dennoch eine pauschale Zahlung aus Kulanz geleistet. Angaben zur Höhe machte die Polizei nicht.
Als Reaktion kündigte die Behörde veränderte Abläufe an. „Bei möglichen zukünftigen Bestellungen werden die Lineale bei der Lieferung entsprechend nachgemessen“, so der Sprecher.
Die Verteilung von Werbemitteln im Rahmen der Präventionsarbeit solle jedoch fortgesetzt werden.
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Quellen: Der Spiegel