Der chinesische Elektroautohersteller BYD ist mit einem deutlichen Wachstum ins Jahr gestartet.
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Der chinesische Elektroautohersteller BYD ist mit einem deutlichen Wachstum ins Jahr gestartet. Neue Zulassungszahlen zeigen eine kräftige Expansion, obwohl die EU weiterhin Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge erhebt.
Laut von Investors Business Daily zitierten Zahlen stiegen die Neuzulassungen von BYD im Januar um 165 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Insgesamt wurden 18.242 BYD-Fahrzeuge in Europa registriert, basierend auf Daten des europäischen Branchenverbands ACEA, der die EU sowie Großbritannien, Norwegen, die Schweiz und weitere Länder umfasst.
Damit lag BYD im Januar klar vor Tesla. Tesla registrierte im gleichen Zeitraum 8.075 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Druck auf Tesla
Das Wachstum unterstreicht BYDs zunehmende Präsenz außerhalb des Heimatmarktes China, wo intensiver Wettbewerb und Preiskämpfe die Hersteller unter Druck setzen.
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Europa galt lange als schwieriger Markt für chinesische Hersteller. Die EU erhebt einen allgemeinen Zoll von 10 Prozent auf chinesische Waren und führte 2024 zusätzliche Abgaben speziell auf chinesische Elektrofahrzeuge ein. Für BYD bedeutet das einen zusätzlichen Zoll von 17 Prozent auf den regulären Satz.
Die zusätzlichen Abgaben gelten jedoch nur für rein elektrische Fahrzeuge und nicht für Plug-in-Hybride, was BYD gewisse Flexibilität im Modellangebot verschafft.
Annäherung an etablierte Marken
Trotz der Handelsbarrieren konnte BYD Marktanteile gewinnen. Im Januar übertraf das Unternehmen die Zulassungszahlen mehrerer etablierter Marken, darunter Jeep, Seat, Mazda und Honda, die alle Rückgänge verzeichneten.
BYD nähert sich zudem größeren Herstellern wie Toyota und Volvo, die im Januar 20.570 beziehungsweise 20.367 Fahrzeuge registrierten – beide mit zweistelligen Rückgängen.
Trotz des Wachstums bleibt BYDs Gesamtmarktanteil in Europa mit rund 1,9 Prozent vergleichsweise gering. Dennoch ist dies mehr als eine Verdopplung gegenüber etwa 0,7 Prozent im Vorjahr.
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Ausbau der europäischen Präsenz
Gleichzeitig baut BYD seine Produktionsbasis in Europa aus. Das Unternehmen hat mit der Testproduktion in einem neuen Werk in Ungarn begonnen, wo bereits Busse gefertigt werden. Zudem befindet sich eine Fabrik in der Türkei im Bau, die über eine Zollunion mit der EU verfügt.
Die Entwicklung zeigt, dass sich der Wettbewerb auf dem europäischen Elektroautomarkt verschärft, da chinesische Hersteller ihre Position stärken.
Quellen: Investors Business Daily