Das Video zeigt deutlich, wie die Rakete das Dach der Fabrik durchdringt, bevor sie explodiert.
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Ein Angriff tief im russischen Staatsgebiet hat erneut die Aufmerksamkeit auf Kyjiws wachsende Fähigkeiten im Langstreckenbereich gelenkt.
Unter Berufung auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj berichtete die Kyiv Post, dass alle ukrainischen „Flamingo“-Raketen, die auf die ins Visier genommene russische Raketenfabrik abgefeuert wurden, ihr Ziel trafen – und nun scheint im Internet kursierendes Videomaterial eine gewaltige Explosion an einem zentralen Standort der Raketenproduktion zu zeigen.
Nächtlicher Angriff
Berichten ukrainischer Quellen zufolge wurde das Werk Wotkinsk in der russischen Republik Udmurtien in der Nacht vom 20. auf den 21. Februar getroffen. Die Anlage ist für die Produktion von Iskander-M-Boden-Boden-Raketen bekannt, einem System, das von russischen Streitkräften weit verbreitet eingesetzt wird.
In sozialen Medien veröffentlichte Aufnahmen zeigen nach Angaben der ukrainischen Seite einen FP-5-Flamingo-Marschflugkörper, der das Gelände trifft. Das Video hält den Moment des Einschlags fest: Die Rakete durchschlägt offenbar das Dach und detoniert anschließend in einer Produktionshalle.
Ukrainischen Berichten zufolge trug die Rakete einen bis zu eine Tonne schweren Gefechtskopf, was zu einer erheblichen Explosion im Inneren führte. Russische Behörden haben das Ausmaß der Schäden bislang nicht öffentlich detailliert beschrieben.
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Einheimische Waffe
Die FP-5 Flamingo wird von ihren Entwicklern als im Inland entwickelter Langstrecken-Marschflugkörper dargestellt. Ukrainische Offizielle und Militärbeobachter vergleichen ihr Konzept mit der in den USA hergestellten BGM-109 Tomahawk.
Die Rakete ist Berichten zufolge etwa sechs Meter lang und wiegt rund sechs Tonnen. Sie ist für den Start vom Boden aus konzipiert und soll eine Reichweite von bis zu 3.000 Kilometern haben, wobei sie Satelliten- und Trägheitsnavigationssysteme zur Steuerung nutzt.
Schätzungen zufolge kann sie eine Genauigkeit von bis zu 14 Metern erreichen, wobei die Leistung in Gebieten mit elektronischen Störmaßnahmen variieren kann.
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Quellen: OSINTtechnical auf X, The Kyiv Post
